Zwei Tage haben wir in Byron Bay verbracht. Eine tolle Gegend. Byron Bay hat wieder ein ganz anderes Flair als Surfers Paradise. Hier sollte man sich auf jeden Fall mindestens zwei Tage Zeit nehmen. Wir haben ein paar schöne Fotos gemacht und vom Leuchtturm aus konnten wir tatsächlich nochmal Buckelwale vorbei schwimmen sehen.
Etwas weiter südlich in Port Macquiere wollen wir noch die Chance nutzen Koalas zu sehen. Bis jetzt haben wir Wallabies, ein Kängeru, Platypuse, ein Opossum, Varane, Emus, tatsächlich nur zwei Schlangen, Pelikane, Schildkröten und wahnsinnig viele tolle, teilweise knallbunte Vögel gesehen. Der hässlichste und nervigste Vogel, von denen es hier unzählige gibt, ist der Busch Truthhahn. Der Schönste, finde ich, ist der Rosakakadu, ein weißer Kakadu mit rosaner Brust. Ich hab noch nie einen rosanen Vogel gesehen. Der sah aus wie angemalt. Wunderschön.
Ich wusste übrigens vorher nicht, dass es einen Unterschied zwischen den kleinen Kängerus (die Wallabies genannt werden) und den richtigen großen Kängerus gibt, bis es uns ein Australier erzählt hat. Beides haben wir auf Campingplätzen gesehen. Wir sitzten beim Frühstück und ein paar Meter neben uns hüpft einfach mal ein riesiges Kängeru vorbei. Das ist das Tolle am Campen. Man ist mitten in der Natur. Das Tier war bestimmt so groß wie Sebastian, wenn es aufrecht steht. Der Australier meinte auch, die Tiere könnten einen mit ihren Pfoten greifen und schütteln. Was wohl eher nicht so angenehm ist. Ein Freund von ihm hat eine Narbe vom Hals bis zum Bauchnabel, weil ihn ein Känguru gekratzt hat. Das auf dem Campingplatz sah aber nicht sehr angriffslustig aus.
Koalas haben wir leider keine in freier Natur gesehen. In den Zoo gehen ist nicht so unser Ding, deswegen wollen wir in Port Macquiere ins Koala Hospital. Hier kann man Tiere sehen, die behandelt und wieder freigelassen werden. Leider werden bei Buschbränden viele Koalas verletzt oder getötet, da sie hoch in die Bäume flüchten, wo sie sich sicher fühlen.
Auf jeden Fall wollen wir heute dorthin, haben aber noch etwas Zeit, weil die interessante Fütterung erst um drei ist. Wir laufen einen Pfad entlang der Küste, als wir es schon entfernt Donnern hören. Anfangs denke ich, kein Problem das ist noch ewig weit weg, aber das Unwetter zieht auf einmal recht schnell in unsere Richtung. Es blitzt und donnert, nicht weit von uns entfernt. Wir schaffen es zum Glück noch rechtzeitig ins Auto und fahren zum Aussichtspunkt, um das Unwetter über dem Meer zu sehen. Hier stehen bereits viele Leute mit großen Kameras. Nach fünf Minuten geht es dann richtig los. Erst regnet es etwas und dann immer heftiger. Wir verlassen den Aussichtspunkt, kommen aber nicht mehr weit. Es fängt so stark an zu hageln, dass die Autofahrer versuchen ihre Autos unter den Bäumen zu schützen. Wir reihen uns hinten ein, aber die Bäume bieten wenig Schutz. Wir sitzen im Auto und ich denke nur, das kann die Windschutzscheibe nicht lange aushalten. 2cm große Hagelkörner knallen mit voller Wucht auf unser Auto herab. So große Hagelkörner haben wir beide noch nicht gesehen. Aber das Auto hält mehr aus als gedacht. Einige kleinere Dellen hat es abbekommen, aber das ist nicht so dramatisch. Eigentlich hatte der Tag recht langweilig angefangen, weil das Wetter so trüb war. Jetzt hatten wir doch noch ein bisschen Action.
Um drei Uhr gehts ins Koalahospital. Hier ist es eher gemütlich. Die Tiere sind recht langsam unterwegs. Koalas sehen wirklich aus, als wenn man ein Stofftier in den Baum gesetzt hätte. Es gibt ja schon wirklich tolle Tiere. Ich kenne kein Vergleichbareres. Man möchte sie am liebsten knuddeln, aber ich denke es ist besser, dass das hier nicht erlaubt ist. Wir bleiben eine Stunde, schauen den Koalas zu und fahren dann noch ein Stück weiter Richtung Sydney.
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Donnerstag, 31. Oktober 2013
Sonntag, 27. Oktober 2013
Einmal Brisbane und zurück
Zwischen Fraser Island und Brisbane gibt es eigentlich nicht mehr viel Interessantes, zu mindestens für unseren Geschmack. Die Leute die an der Sunshine Coast wohnen, würden jetzt wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aber für Reisende von Cairns nach Brisbane sieht die Sunshine Coast genauso aus wie schon viele Strände vorher. Wir machen noch einen kurzen Abstecher zu den Glasshouse Mountains, schon alleine weil sich der Name so interessant anhört und erreichen dann schon Brisbane.
Auf dem Weg nach Brisbane hält plötzlich, mitten auf dem Highway, ein Auto ziemlich abrupt vor einem Apollo Wohnwagen (bestimmt deutsche Urlauber). Der Fahrer steigt aus und schreit wütend und wild gestikulierend auf den Apollo Camper ein. Wir sind anscheinend nicht die Einzigen die den Unmut der australischen Autofahrer auf sich ziehen. Peter (der Australier mit dem wir auf Fraser Island unterwegs waren) hat uns bestätigt, dass die Australier im Straßenverkehr wohl wirklich nicht besonders geduldig sind. Obwohl ich sagen muss, der Fahrer des weißen Subaru auf den wir heute frontal zugefahren sind, weil Sebastian (mir ist es übrigens auch nicht aufgefallen) nach sechs Wochen Australien mal wieder rechts fahren wollte, hat eigentlich ganz relaxt reagiert.
Von den Glasshouse Mountains wollen wir also noch kurz zwei besteigen, da diese "nur" Hügel in der Landschaft sind. Der Höhere ist etwas um die fünfhundert Meter hoch. Leider hat dieser tatsächlich eine so blöde Stelle zum Klettern, dass ich es nicht auf den Gipfel schaffe bzw. mich ohne Seil nicht traue, da es hinter mir steil runter geht. Da besteigt man Berge mit fast dreittausend Metern und dann muss man vor einem fünfhundert Meter Hügel kapitulieren :-).
Von Brisbane haben wir fast nur Negatives gehört. 'Nichts Besonders' oder 'Brisbane ist Scheiße'. Wir fahren trotzdem hin und vll. liegt es auch daran, dass unsere Erwartungen deswegen ziemlich im Keller waren, aber wir fanden Brisbane gar nicht so schlecht. Wir machen den im Lonley Planet (der Reiseführer) beschriebenen Stadtrundgang und sehen wohl die schönsten Ecken von Brisbane. Der schöne Teil konzentriert sich hauptsächlich aufs Zentrum und den Fluss, den Brisbane River, der durch die Stadt geht. Ein Tag reicht dafür auf jeden Fall aus, aber ich finde Brisbane ist einen Stopp wert.
Das war der letzte sonnige Tag und danach erleben wir zum ersten Mal in Australien und zum ersten Mal überhaupt seit Langem, einen regnerischen Tag. Wir fahren noch an der Gold Coast entlang und finden mit Surfers Paradise und Umgebung auch endlich die hässlichen, mit Hotelbunkern zugebauten Strände und Städte. Ich frag mich warum Surfers Paradise so berühmt ist. Dafür brauchen wir nur ca. 30 min, um ein Erinnerungsfoto zu machen und dann fahren wir auch gleich weiter. Den regnerischen Tag lassen wir in der Gegend vom Mount Warning (ein Rest eines erloschener Vulkan, der angeblich von knapp 60.000 Leuten pro Jahr bestiegen wird) ausklingen, in der Hoffnung ihn morgen ohne Regen besteigen zu können. Wir haben Glück und es bleibt trocken. Allerdings ist die Sicht dort oben nicht so fantastisch wie beschrieben. Es ist dermaßen neblig, dass man überhaupt nichts sieht. Das Essen in Australien ist immer reichlich, da wir selber kochen, also haben wir wenigstens unser Sportprogramm für heute erfüllt.
Der Mount Warning ist auch so bekannt, weil Kaptän Cook ihn so benannt hat. Der Berg ist vom Meer aus zu sehen und galt als eine Warnung für Seefahrer, damit sie nicht gegen die Landzunge, Point Danger, fahren. Kapitän Cook und Steve Irvin sind die beiden Persönlichkeiten auf die man an der Ostküste immer wieder stößt. Kaptän Cook in Verbindung mit dem Jahr 1770, als er die Ostküste erkundete. Steve Irwin ist der Verrückte Tiernarr, dessen Sendung auch eine zeitlang im deutschen Fernsehen lief. Er war mit gefährlichen Tieren zu sehen. Markaberer Weise wurde er von einem riesigen Rochen getötet, der ihm seinen Stachel direkt ins Herz rammte, als er über ihm schnorchelte. Er ist hier eine Ikone und war Besitzer des berühmten Australia Zoo, den jetzt seine Familie weiter betreibt.
Der Mount Warning ist auch so bekannt, weil Kaptän Cook ihn so benannt hat. Der Berg ist vom Meer aus zu sehen und galt als eine Warnung für Seefahrer, damit sie nicht gegen die Landzunge, Point Danger, fahren. Kapitän Cook und Steve Irvin sind die beiden Persönlichkeiten auf die man an der Ostküste immer wieder stößt. Kaptän Cook in Verbindung mit dem Jahr 1770, als er die Ostküste erkundete. Steve Irwin ist der Verrückte Tiernarr, dessen Sendung auch eine zeitlang im deutschen Fernsehen lief. Er war mit gefährlichen Tieren zu sehen. Markaberer Weise wurde er von einem riesigen Rochen getötet, der ihm seinen Stachel direkt ins Herz rammte, als er über ihm schnorchelte. Er ist hier eine Ikone und war Besitzer des berühmten Australia Zoo, den jetzt seine Familie weiter betreibt.
Nach der Besteigung des Mount Warning fahren wir wieder knapp hundert Kilometer zurück nach Brisbane, um unsere vergessenen Klamotten von der Wäscheleinen des Campingplatz zu holen und weiter gehts Richtung Sydney, mit dem nächsten geplanten Stopp in Byron Bay.
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Dienstag, 22. Oktober 2013
1770 & Fraser Coast
Angekommen in 1770! Ein kleiner Ort direkt am Strand. Wir waren bei den Whitsundays Stand up paddeln und dort hat man uns 1770 empfohlen, falls wir surfen wollen. Der Preis für einen Surfkurs ist für Australien der absolute Hammer: 22 Dollar für drei Stunden. Wir sind zu zehnt (davon acht Deutsche). Die Einführung geht allerdings recht schnell (you get what you pay for): Aufs Bord legen, wenn eine Welle kommt mit den Händen den Oberkörper nach oben drücken und dann aufspringen und auf dem Bord balancieren, solange man auf der Welle reitet. Das balancieren ist auch gar nicht sooo schwierig wie man denkt. Das Dumme ist nur man kommt meist erst gar nicht so weit. Die Wellen sind so heftig, dass man mit jeder Welle wieder zurückgeworfen wird oder wenn man Pech hat samt Bord unter Wasser gedrückt wird.
Wir versuchen unzählige Male raus aufs Wasser zu kommen, aber wir schaffen es nur selten. Die Wellen sind einfach zu groß. Wenn man sich gerade freut, weil man es fast weit genug raus geschafft hat, rollt so ein riesen Teil auf einen zu und man denkt nur 'oh no nicht schon wieder' und dann ist man wieder am Strand und fängt von vorne an. Wir hatten keine großen Erwartungen. Uns war bewusst, dass man nicht gleich auf den Wellen reiten wird, aber so anstrengend hatten wir es uns nicht vorgestellt. Nach eineinhalb Stunden hat man kaum noch Kraft um aufs Bord zu kommen. Ich habe mindestens zwei Liter Salzwasser geschluckt und wir haben beide Blessuren an Armen und Beinen. Am nächsten Tag spüren wir jeden einzelnen Muskel. Surfen ist auf jeden Fall ein Ganzkörpertraining, zumindest für Anfänger. Es war etwas deprimierend, aber wir werden es sicher nochmal probieren wenn alle Wunden verheilt sind :-).
Nächster Stop ist schon Hervey Bay. Von August bis Oktober kommen hier tausende Humpbock Whales (Buckelwale) mit ihren Babywalen vorbei. Riesige Tiere. Bis zu 15m lang und 45 Tonnen schwer. Der fünftgrößte Wal auf der Welt. Außerdem ist Hervey Bay der Ausgangspunkt zu Fraser Island, die größte Sandinsel der Welt. Interessant ist, dass die Insel fast komplett mit Regenwald bewachsen ist. Der Sand kann das Wasser wohl gut speichern. Und dass der Lake Mckenzie ein geschlossener See ist der nur durch Regenwasser gespeist wird. Allerdings fand ich ihn nicht besonders schön. Obwohl er auf dem Foto toll aussieht. Fraser Island ist so ähnlich wie das Great Barrier Reef. Man will einfach mal dort gewesen sein, wenn man schon mal in der Nähe ist. Wir entscheiden uns für eine Hummer (ein Geländewagen) Tour und dagegen selber zu fahren. Momentan ist der Sand so weich und tief, dass es sehr schwierig ist dort zu fahren. Leider gibt es aber einige Leute die selber fahren wollen. Das Dumme ist nur, dass sie es nicht richtig können und ständig bleibt irgendjemand im Sand stecken und alle anderen hinten dran warten müssen. Das macht das Ganze ziemlich zäh.
Viel gab es auf Fraser Island eigentlich nicht zu sehen. Regenwald und den bekannten 75 Mile Beach auf dem man kilometerweit mit dem Auto fährt. Und ein altes Schiffswrack. Das interessanteste an unserer Tour war aber eigentlich der Guide. Wir waren zu zweit mit ihm unterwegs und er hatte viel Interessantes zu erzählen. Manchmal sind die Menschen die man trifft spannender als der Ort an den man gerade reist. Insgesamt war es ein toller Tag für uns, aber wenn man nicht unbedingt Fan von Offroadtouren ist muss man sich überlegen ob es das wert ist. Ein Tag auf Fraser Island kostet immerhin ca. 200 Dollar pro Person.
Am nächsten Tag gehen wir auf Whalewatching Tour. Wir haben uns für einen kleinen Katamaran entschieden. Falls wir keine Wale sehen waren wir wenigstens segeln. Solche Touren wie Dolphin- oder Whalewatching sind ja oft auch etwas negativ behaftet, wenn man das Gefühl hat die Tiere werden gehetzt. Das Gefühl hatte ich bei dieser Tour nicht. Wir waren fast immer das einzige Boot und der Kapitän näherte sich nur ganz vorsichtig. Die Tiere kamen dann oft sogar selber näher ans Boot. Man sieht zwar nur den Rücken und vll. mal eine Flosse, aber diese riesigen Kollosse sind wirklich tolle Tiere. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt und wir hatten Glück noch sehr viele von ihnen anzutreffen, obwohl es schon das Ende der Saison ist. Ein echtes Highlight was man in Australien zwischen August und Oktober nicht verpassen sollte.
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Wir versuchen unzählige Male raus aufs Wasser zu kommen, aber wir schaffen es nur selten. Die Wellen sind einfach zu groß. Wenn man sich gerade freut, weil man es fast weit genug raus geschafft hat, rollt so ein riesen Teil auf einen zu und man denkt nur 'oh no nicht schon wieder' und dann ist man wieder am Strand und fängt von vorne an. Wir hatten keine großen Erwartungen. Uns war bewusst, dass man nicht gleich auf den Wellen reiten wird, aber so anstrengend hatten wir es uns nicht vorgestellt. Nach eineinhalb Stunden hat man kaum noch Kraft um aufs Bord zu kommen. Ich habe mindestens zwei Liter Salzwasser geschluckt und wir haben beide Blessuren an Armen und Beinen. Am nächsten Tag spüren wir jeden einzelnen Muskel. Surfen ist auf jeden Fall ein Ganzkörpertraining, zumindest für Anfänger. Es war etwas deprimierend, aber wir werden es sicher nochmal probieren wenn alle Wunden verheilt sind :-).
Nächster Stop ist schon Hervey Bay. Von August bis Oktober kommen hier tausende Humpbock Whales (Buckelwale) mit ihren Babywalen vorbei. Riesige Tiere. Bis zu 15m lang und 45 Tonnen schwer. Der fünftgrößte Wal auf der Welt. Außerdem ist Hervey Bay der Ausgangspunkt zu Fraser Island, die größte Sandinsel der Welt. Interessant ist, dass die Insel fast komplett mit Regenwald bewachsen ist. Der Sand kann das Wasser wohl gut speichern. Und dass der Lake Mckenzie ein geschlossener See ist der nur durch Regenwasser gespeist wird. Allerdings fand ich ihn nicht besonders schön. Obwohl er auf dem Foto toll aussieht. Fraser Island ist so ähnlich wie das Great Barrier Reef. Man will einfach mal dort gewesen sein, wenn man schon mal in der Nähe ist. Wir entscheiden uns für eine Hummer (ein Geländewagen) Tour und dagegen selber zu fahren. Momentan ist der Sand so weich und tief, dass es sehr schwierig ist dort zu fahren. Leider gibt es aber einige Leute die selber fahren wollen. Das Dumme ist nur, dass sie es nicht richtig können und ständig bleibt irgendjemand im Sand stecken und alle anderen hinten dran warten müssen. Das macht das Ganze ziemlich zäh.
Viel gab es auf Fraser Island eigentlich nicht zu sehen. Regenwald und den bekannten 75 Mile Beach auf dem man kilometerweit mit dem Auto fährt. Und ein altes Schiffswrack. Das interessanteste an unserer Tour war aber eigentlich der Guide. Wir waren zu zweit mit ihm unterwegs und er hatte viel Interessantes zu erzählen. Manchmal sind die Menschen die man trifft spannender als der Ort an den man gerade reist. Insgesamt war es ein toller Tag für uns, aber wenn man nicht unbedingt Fan von Offroadtouren ist muss man sich überlegen ob es das wert ist. Ein Tag auf Fraser Island kostet immerhin ca. 200 Dollar pro Person.
Am nächsten Tag gehen wir auf Whalewatching Tour. Wir haben uns für einen kleinen Katamaran entschieden. Falls wir keine Wale sehen waren wir wenigstens segeln. Solche Touren wie Dolphin- oder Whalewatching sind ja oft auch etwas negativ behaftet, wenn man das Gefühl hat die Tiere werden gehetzt. Das Gefühl hatte ich bei dieser Tour nicht. Wir waren fast immer das einzige Boot und der Kapitän näherte sich nur ganz vorsichtig. Die Tiere kamen dann oft sogar selber näher ans Boot. Man sieht zwar nur den Rücken und vll. mal eine Flosse, aber diese riesigen Kollosse sind wirklich tolle Tiere. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt und wir hatten Glück noch sehr viele von ihnen anzutreffen, obwohl es schon das Ende der Saison ist. Ein echtes Highlight was man in Australien zwischen August und Oktober nicht verpassen sollte.
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Donnerstag, 17. Oktober 2013
Auf der Jagd nach dem Platypus
Der Eungella Nationalpark ist bekannt für seine äußerst seltenen Platypuse. Sebastian überzeugt mich davon, dass wir diese unbedingt sehen müssen. Am Broken River gibt es eine Platypus Aussichtsplattform. Diese ist der weltweit beste Punkt um Platypuse zu sehen. Wenn man schon mal irgendwo ist wo es weltweit am Besten ist will man auch dort hin.
Wir kommen spät nachmittags in Eungella an. Eine schöne Gegend. Die nette Dame im Café versichert uns, dass wir hier sicher Platypuse sehen werden, morgens bis neun oder nachmittags. Also anscheinend ganz easy. Wir beschliesen morgen früh zur Aussichtsplattform zu gehen und verbringen den Abend auf einem recht schlechten Campingplatz (Explorers Haven), der aber eine so sensationelle Aussicht (vom Berg über das kpl. Tal) hat, dass ich ihn trotzdem empfehlen würde. Hier soll man auch jeden Morgen einen tollen Sonnenaufgang sehen. Übrigens wenn ihr im Urlaub deutschen Urlaubern aus dem Weg gehen wollt, kommt nicht nach Australien. Wir haben hier bis jetzt fast ausschließlich Deutsche getroffen und das deutsche Volk ist doch sehr kommunikativ ;-).
Um acht Uhr am nächsten Morgen gehts auf Platypussuche. Nach eineinhalb Stunden müssen wir leider feststellen, dass die Zeitangabe der netten Dame im Café wohl etwas daneben lag. Platypuse mögen anscheinend keine Sonne und um acht ist es schon viel zu sonnig und warm. Also machen wir eine gemütlichen Sonntagswanderung entlang des Broken River. Wir sind hier wieder alleine unterwegs und können am Fluss sitzen und die Ruhe genießen. Gegen Nachmittag gehts zurück auf Platypussuche. Das ist ein bißchen wie Pilze sammeln. Wenn einen einmal der Ehrgeiz gepackt hat, will man unbedingt einen finden.
Diesmal stehen zehn Leute mucksmäuschenstill auf der Plattform und glotzen aufs Wasser. Nichts! Kein Platypus! Mist. Nach zwei Stunden Beine in den Bauch stehen geben wir auf. Letzte Chance ist morgen früh, bevor es weiter zurück an die Ostküste geht. Diesmal wollen wir nichts dem Zufall überlassen und stehen um viertel nach fünf auf, um bei der Gelegenheit auch noch den Sonnenaufgang zu bewundern. Nicht so schön wie auf dem Mount Agung, aber trotzdem nicht schlecht. Um sechs Uhr stehen wir wieder auf der Aussichtsplattform. Und diesmal haben wir Glück. Zwei Platypuse planschen im Wasser herum. Ich bin etwas enttäuscht weil die Viecher viel kleiner sind als gedacht. Eher wie große Ratten. Trotzdem sehen sie nett aus und wir freuen uns sie doch noch gesehen zu haben. Leider ist es schwierig mit der spiegelnden Wasseroberfläche ein Foto zu machen. Vll. könnt ihr ihn ja trotzdem erkennen.
Nach den Frühstück geht es gleich weiter. Wir wollen heute eine etwas größere Strecke zurücklegen und mindestens bis Rockhampton fahren.
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Wir kommen spät nachmittags in Eungella an. Eine schöne Gegend. Die nette Dame im Café versichert uns, dass wir hier sicher Platypuse sehen werden, morgens bis neun oder nachmittags. Also anscheinend ganz easy. Wir beschliesen morgen früh zur Aussichtsplattform zu gehen und verbringen den Abend auf einem recht schlechten Campingplatz (Explorers Haven), der aber eine so sensationelle Aussicht (vom Berg über das kpl. Tal) hat, dass ich ihn trotzdem empfehlen würde. Hier soll man auch jeden Morgen einen tollen Sonnenaufgang sehen. Übrigens wenn ihr im Urlaub deutschen Urlaubern aus dem Weg gehen wollt, kommt nicht nach Australien. Wir haben hier bis jetzt fast ausschließlich Deutsche getroffen und das deutsche Volk ist doch sehr kommunikativ ;-).
Um acht Uhr am nächsten Morgen gehts auf Platypussuche. Nach eineinhalb Stunden müssen wir leider feststellen, dass die Zeitangabe der netten Dame im Café wohl etwas daneben lag. Platypuse mögen anscheinend keine Sonne und um acht ist es schon viel zu sonnig und warm. Also machen wir eine gemütlichen Sonntagswanderung entlang des Broken River. Wir sind hier wieder alleine unterwegs und können am Fluss sitzen und die Ruhe genießen. Gegen Nachmittag gehts zurück auf Platypussuche. Das ist ein bißchen wie Pilze sammeln. Wenn einen einmal der Ehrgeiz gepackt hat, will man unbedingt einen finden.
Diesmal stehen zehn Leute mucksmäuschenstill auf der Plattform und glotzen aufs Wasser. Nichts! Kein Platypus! Mist. Nach zwei Stunden Beine in den Bauch stehen geben wir auf. Letzte Chance ist morgen früh, bevor es weiter zurück an die Ostküste geht. Diesmal wollen wir nichts dem Zufall überlassen und stehen um viertel nach fünf auf, um bei der Gelegenheit auch noch den Sonnenaufgang zu bewundern. Nicht so schön wie auf dem Mount Agung, aber trotzdem nicht schlecht. Um sechs Uhr stehen wir wieder auf der Aussichtsplattform. Und diesmal haben wir Glück. Zwei Platypuse planschen im Wasser herum. Ich bin etwas enttäuscht weil die Viecher viel kleiner sind als gedacht. Eher wie große Ratten. Trotzdem sehen sie nett aus und wir freuen uns sie doch noch gesehen zu haben. Leider ist es schwierig mit der spiegelnden Wasseroberfläche ein Foto zu machen. Vll. könnt ihr ihn ja trotzdem erkennen.
Nach den Frühstück geht es gleich weiter. Wir wollen heute eine etwas größere Strecke zurücklegen und mindestens bis Rockhampton fahren.
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Montag, 14. Oktober 2013
Wallaman Falls und Whiteheaven Beach
Wenn ich eine Rangliste der schönsten Wasserfälle und der schönsten Strände der Welt hätte, würden diese beiden jetzt Platz 1 besetzen. Beide Orte sind wirklich ein Must Do für jeden Australienreisenden, der an der Ostküste unterwegs ist. Genauer genommen zwischen Cairns und Brisbane.
Um zum Wallaman Fall zu gelangen legen wir kurz vor Townsville einen Stop in Ingham ein. Von dort aus geht es am nächsten Morgen knapp 50 km westlich ins Inland. Das reicht schon aus um kaum noch einen Menschen zu treffen. An diesem Morgen ist außer uns nur noch ein weiterer Wanderer unterwegs, der sich schon auf dem Rückweg befindet. Australien hat an den etwas abgelegeneren Punkten anscheinemd wenig Probleme mit Massentourismus. In diesem riesigen Land scheint sich das sehr zu verteilen. Auf dem Weg zum Grund des Wasserfalls hätte ich mir fast schon ein paar mehr Menschen gewünscht. Da man hier wieder keinen Handyempfang hat, ist man ziemlich aufgeschmissen wenn etwas passiert. Man läuft auf jeden Fall etwas vorsichtiger durch die Gegend.
Der Wasserfall ist noch viel größer als der Wasserfall auf Bali. Wir könnten stundenlang davor stehen und zusehen wie das Wasser mit viel Lärm herabrauscht, aber dafür ist es zu warm und wir treten nach knapp einer Stunde den Rückweg an. Durch Townsville fahren wir nur durch (da wir es nicht besonders schön finden) und direkt weiter Richtung Süden nach Airlie Beach, der Ausgangspunkt für die Whitsunday Islands. Hier ist es schon um einiges lebhafter. Die Whitsundays sind eines der Hauptziele von Backpackern. Einer der Strände, der Whitheaven Beach, gilt als einer der schönste in Australiens und der drittschönste auf der Welt (laut tripadvisor). Angeblich eines der meist fotografierten Motive Australiens.
Wir haben gelernt, dass Australien 8222 Inseln hat. Die Whitsundays bestehen allein aus 74 Inseln. Fraser Island ist die sechstgrößte. Aber die kommt erst weiter südlich. Wir buchen für den nächsten Tag eine Tour mit Ocean Rafting, die Schwesterfirma von Ocean Safari am Cape Tribulation. Beide sehr zu empfehlen. Nur das Mittagessen für 15 Dollar kann man sich sparen und lieber selber etwas mitnehmen. Vom Aussichtspunkt dem Hinley Inlet Lookout, hat man einen tollen Blick über den Whiteheaven Beach. Und ich muss sagen, dass ist mit Abstand der schönste Strand den ich je gesehen habe. Strahlend weißer Puderzuckersand und türkisfarbene bis blaues glasklare Wasser, aber so großflächig wie sonst noch nirgendwo. Für mich als Strandliebhaber ein absolutes Highlight. Das ist der erste Stand der auf Fotos nicht so toll aussieht wie in Natur. Fotos sehen schon toll aus, aber in natura ist er noch schöner.
Falls ihr mal an Australiens Ostküste kommt, kann ich euch diese beiden Naturwunder nur empfehlen! Falls es euch zu weit ist, haben wir ein paar Bilder hochgeladen (Siehe rechts).
Von den Whitsundays machen wir wieder einen Abstecher Richtung Westen ins Inland. Wir wollen in den Eungella Nationalpark. Das ist in Australien wirklich schön, man kann innerhalb einer Stunde vom Strand raus bzw. rein ins Hinterland mit Regenwald, Flüssen und weitläufigen Landschaften.