Wir haben Christchurch erreicht und müssen uns noch um die Reparatur des Camper kümmern. Leider ist der Abwasserstuzen auf unserer Reise kaputt gegangen, weil wir gegen einen Stein gefahren sind. Nicht weiter schlimm, wir sind versichert, aber um die Reperatur müssen wir uns selber kümmern. Deswegen können wir uns Christchurch nur kurz anschauen. Ein Neuseeländer aus Auckland meinte es sei eine Geisterstadt. Das haben wir nicht mehr so empfunden. Es ist doch einiges los in Christchurch. Aber tatsächlich ist die Innenstadt noch sehr von dem großen Erdbeben 2011 gezeichnet. Viele Geschäfte sind geschlossen und Gebäude gesperrt. 185 Menschen sind bei dem Erdbeben ums Leben gekommen. Erdbeben sind keine Seltenheit in Neuseeland. Es ist eines der erdbebenreichsten Länder der Welt. Der berühmte pazifische Feuerring verläuft direkt unter Neuseeland. Das Erdbeben 2011 war aber wohl eines der traumatischsten für die Bewohner Christchurchs. Kann man nur hoffen, dass es so ein schweres, stadtnahes Erdbeben nicht so schnell wieder gibt.
Christchurch ist für uns Endstation unserer vierwöchigen Neuseeland Reise. Ein bisschen Wehmut kommt doch auf. Nach unserer insgesamt dreizehnwöchigen Reise durch Australien und Neuseeland, ist es wie der Abschluss einer Reise, auch wenn wir noch einige Wochen Asien vor uns haben. Es sind Länder bei denen wir wissen, dass wir wahrscheinlich so schnell nicht wiederkommen. Kulturell waren beide Länder keine große Herausforderung, aber die wunderbare Natur und die wilden Tiere, werden uns immer in Erinnerung bleiben. Auch wenn wir in Neuseeland unseren Tiefpunkt hatten, was denke ich unabhängig vom Land war, sondern auch woanders so gekommen wäre, ist es mit Sicherheit eines der Highlights unserer Reise und die Neuseeländer sind ein wirklich freundliches Volk. Auch das viele Englisch sprechen hat uns viel gebracht und Spaß gemacht.
Naturwunder Neuseeland!!! Das bedeutet für uns: Hunderte von Sandflys, tausende Kilometer über kurvige schlechte Straßen, unbeständiges Wetter (im November), aber vor allem türkisfarbene Seen und Flüsse, tiefgrüne Wälder und Wiesen, Schäfchen wohin man schaut, tolle Strände, atemberaubende Fjordlandschaft, majestätische Berge, aktive Vulkanlandschaften, mit die besten Trekkingtouren der Welt, wilde Tiere und gemütliche Städtchen. Wir waren mit unserem Camper hautnah dabei und werden noch lange an die tollen Erlebnisse denken. Wir hoffen euch haben die Bilder und Berichte genauso gut gefallen, wie uns die Reise durch dieses schöne Land. Wenn ihr noch dabei seid und Lust auf etwas mehr Kulturschock habt, es geht wieder zurück nach Thailand. Diesmal in den Südwesten und den Norden Thailands.
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Donnerstag, 19. Dezember 2013
Sonntag, 15. Dezember 2013
New Zealands Wildlife
Der blaue Pinguin (übrigens der kleinste Pinguin der Welt) am Milford Sound war schon toll. In Dunedin und Omaru soll es noch wesentlich mehr wilde Tiere geben. Dunedin ist unsere nächste Station. Wir entscheiden uns gegen die südliche Route und fahren auf direktem Weg nach Dunedin, da wir anschließend noch zum Mount Cook möchten. Auf dem Weg nach Dunedin, ist die Landschaft ausnahmsweise recht eintönig. Wir kommen spät in Dunedin an und wollen nur noch einen kurzen Blick auf den Strand werfen. Der Strand ist überraschend schön und wir haben noch ein lustiges Erlebnis.
Wir sitzen so rum und beobachten die Surfer, als plötzlich ein Schatten unter einer Welle erscheint. Wir denken erst es ist einer der Surfer, aber dann sehen wir, dass es eine Robbe ist die sich zwischen die Surfer gemogelt hat und einige Sekunden später elegant an den Strand gleitet. Sie scheint keine Angst vor Menschen zu haben, am Strand ist doch einiges los. Leider wird sie von zwei dummen Jugendlichen geärgert. Sie ruht sich ein bisschen aus und macht sich dann wieder auf den Weg ins Wasser. An Land ist sie sehr langsam, viel langsamer als Menschen, aber im Wasser ist sie blitzschnell. Den Surfern ist das wohl doch nicht so geheuer und innerhalb weniger Sekunden hat sie alle aus dem Wasser verscheucht. Mit ein paar Sprüngen über die Wellen verschwindet sie wieder im Meer. Es scheint ihr richtig Spaß gemacht zu haben, die Menschen im Wasser rumzuscheuchen. Ein lustiges Tier. Besser als jedes Fernsehn. Leider hatten wir ausnahmsweise keine Kamera dabei.
Am nächsten Tag fahren wir auf die Otago Halbinsel, an den Sandfly Beach. Zum Glück sind hier keine Sandflys. Das ist wahrscheinlich die größte Plage Neuseelands, für Urlauber und vor allem für Camper. Sandflys sind winzige Fliegen, wie die Obstfliegen in Deutschland, die aber ganz gemein beisen. Wenn du es merkst, ist es schon zu spät. Die Bisse sind gemeiner, als Moskitostiche. Sie jucken extrem und man hat tagelang etwas davon. Auf jeden Fall gibt es hier am Sandfly Beach, zumindestens heute, keine Sandflys. Wir sind wegen der sehr seltenen Seelöwen hier, denen man beim Schlafen zuschauen kann und wegen der Gelbaugen Pinguine.
Den Seelöwen macht es nichts aus, wenn man an ihnen vorbei läuft und man darf sich bis auf zehn Metern nähern. Man soll sie nur nicht wecken. Drei große Tiere liegen am Strand und ein viertes kommt später dazu. Das ist ein komischer Anblick, diese riesigen Tiere, die hier einfach am Stand herumliegen. Irgendwie unwirklich. Pinguine sehen wir hier leider keine, aber die Seelöwen waren schon ein echtes Erlebnis.
In Dunedin stoppen wir noch kurz an der steilsten Straße der Welt, der Baldwin Street, laufen natürlich einmal rauf und runter und fahren dann weiter nördlich. Wir haben den Tipp bekommen, dass man in Moraki Gelbaugen Pinguine sehen kann. Die Gegend in der die Pinguine leben ist weitläufig eingezäunt. Nicht damit sie nicht weglaufen, sondern um sie vor den Menschen zu schützen, wie ihr euch wahrscheinlich schon gedacht habt. Die Tiere sind wohl sehr scheu. Wir möchten sie zwar gerne sehen, wollen sie aber auch nicht stören. Wir halten Abstand, machen nur von weitem Fotos. In Moraki schauen wir uns noch die Moraki Boulders an. Viele beschreiben diese als ganz nett. Ich finde sie richtig klasse. Da liegen einfach mal Halbkugeln und Kugeln am Strand. Wenn man sich bewusst macht, dass diese auf natürlich Art und Weise entstanden sind, ist das ein echter Hammer.
Unsere letzte Station ist der Mount Cook. Ein majestätischer Berg. In der Nähe gibt es zwei türkisfarbene Seen. Hier machen wir unsere letzte kleine Trekkingtour. Es gibt eigentlich nur eine etwas anspruchsvollere Tour, zur Mueller Hut. Wir können diese nur teilweise laufen, da wir auf ca. 1500m Höhe von einem großen Schneefeld gestoppt werden. Aber auch von hier aus haben wir einen super Blick über das ganze Tal und den Mount Cook. In der Gegend gibt es auch nochmal zwei große Gletscher. Diese sehen nur leider nicht wirklich aus wie Gletscher, weil sie mit Geröll bedeckt sind. Wir laufen trotzdem hin und schauen sie uns an. Wir übernachten an einem der türkisfarbenen Seen, am Tekapo Lake, bevor wir uns auf den Weg nach Christchurch machen, von wo aus am Freitag unser Flug geht.
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Wir sitzen so rum und beobachten die Surfer, als plötzlich ein Schatten unter einer Welle erscheint. Wir denken erst es ist einer der Surfer, aber dann sehen wir, dass es eine Robbe ist die sich zwischen die Surfer gemogelt hat und einige Sekunden später elegant an den Strand gleitet. Sie scheint keine Angst vor Menschen zu haben, am Strand ist doch einiges los. Leider wird sie von zwei dummen Jugendlichen geärgert. Sie ruht sich ein bisschen aus und macht sich dann wieder auf den Weg ins Wasser. An Land ist sie sehr langsam, viel langsamer als Menschen, aber im Wasser ist sie blitzschnell. Den Surfern ist das wohl doch nicht so geheuer und innerhalb weniger Sekunden hat sie alle aus dem Wasser verscheucht. Mit ein paar Sprüngen über die Wellen verschwindet sie wieder im Meer. Es scheint ihr richtig Spaß gemacht zu haben, die Menschen im Wasser rumzuscheuchen. Ein lustiges Tier. Besser als jedes Fernsehn. Leider hatten wir ausnahmsweise keine Kamera dabei.
Am nächsten Tag fahren wir auf die Otago Halbinsel, an den Sandfly Beach. Zum Glück sind hier keine Sandflys. Das ist wahrscheinlich die größte Plage Neuseelands, für Urlauber und vor allem für Camper. Sandflys sind winzige Fliegen, wie die Obstfliegen in Deutschland, die aber ganz gemein beisen. Wenn du es merkst, ist es schon zu spät. Die Bisse sind gemeiner, als Moskitostiche. Sie jucken extrem und man hat tagelang etwas davon. Auf jeden Fall gibt es hier am Sandfly Beach, zumindestens heute, keine Sandflys. Wir sind wegen der sehr seltenen Seelöwen hier, denen man beim Schlafen zuschauen kann und wegen der Gelbaugen Pinguine.
Den Seelöwen macht es nichts aus, wenn man an ihnen vorbei läuft und man darf sich bis auf zehn Metern nähern. Man soll sie nur nicht wecken. Drei große Tiere liegen am Strand und ein viertes kommt später dazu. Das ist ein komischer Anblick, diese riesigen Tiere, die hier einfach am Stand herumliegen. Irgendwie unwirklich. Pinguine sehen wir hier leider keine, aber die Seelöwen waren schon ein echtes Erlebnis.
In Dunedin stoppen wir noch kurz an der steilsten Straße der Welt, der Baldwin Street, laufen natürlich einmal rauf und runter und fahren dann weiter nördlich. Wir haben den Tipp bekommen, dass man in Moraki Gelbaugen Pinguine sehen kann. Die Gegend in der die Pinguine leben ist weitläufig eingezäunt. Nicht damit sie nicht weglaufen, sondern um sie vor den Menschen zu schützen, wie ihr euch wahrscheinlich schon gedacht habt. Die Tiere sind wohl sehr scheu. Wir möchten sie zwar gerne sehen, wollen sie aber auch nicht stören. Wir halten Abstand, machen nur von weitem Fotos. In Moraki schauen wir uns noch die Moraki Boulders an. Viele beschreiben diese als ganz nett. Ich finde sie richtig klasse. Da liegen einfach mal Halbkugeln und Kugeln am Strand. Wenn man sich bewusst macht, dass diese auf natürlich Art und Weise entstanden sind, ist das ein echter Hammer.
Unsere letzte Station ist der Mount Cook. Ein majestätischer Berg. In der Nähe gibt es zwei türkisfarbene Seen. Hier machen wir unsere letzte kleine Trekkingtour. Es gibt eigentlich nur eine etwas anspruchsvollere Tour, zur Mueller Hut. Wir können diese nur teilweise laufen, da wir auf ca. 1500m Höhe von einem großen Schneefeld gestoppt werden. Aber auch von hier aus haben wir einen super Blick über das ganze Tal und den Mount Cook. In der Gegend gibt es auch nochmal zwei große Gletscher. Diese sehen nur leider nicht wirklich aus wie Gletscher, weil sie mit Geröll bedeckt sind. Wir laufen trotzdem hin und schauen sie uns an. Wir übernachten an einem der türkisfarbenen Seen, am Tekapo Lake, bevor wir uns auf den Weg nach Christchurch machen, von wo aus am Freitag unser Flug geht.
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Donnerstag, 12. Dezember 2013
2. Chance für Queenstown & Milford Sound
Erstmal aus Queenstown geflüchtet, wegen der extrem schlechten Übernachtungsmöglichkeiten, geben wir Queenstown natürlich noch eine Chance. Immerhin hat Queenstown eine sensationelle Lage und ist ein gemütliches Städtchen. Wir übernachten einige Kilometer außerhalb, wieder auf einem DOC Campingplatz. Diese haben oft einfach die schönste Umgebung. Wir haben wieder Blick auf die Berge und sind direkt am See Wakatipu und verbringen hier eine ruhige Nacht. Das Frühstück am nächsten Morgen, bei Sonnenschein und mit diesem Ausblick, ist unbezahlbar.
Nach dem Frühstück fahren wir nach Queenstown. Das Highlight in Queenstown ist mit der Gondel auf den Bob's Peak zu fahren und den tollen Blick über die Stadt und den See zu bewundern. Auch heute haben wir großes Glück mit dem Wetter. Es gibt strahlenden Sonnenschein. Auf dem Berg kann man auf zwei Strecken Ludge fahren (auf deutsch Rodelbahn). Ich liefere mir zweimal ein Rennen mit Sebastian und hätte fast gewonnen ;-). Ich dachte, dass ist so eine lahme Veranstaltung, aber die Dinger gehen richtig ab.
Wenn Queenstown keine Partystadt wäre, was wir vorher überhaupt nicht wussten, würde ich hier wohnen wollen, wenn ich mal nach Neuseeland auswandere. Was aber eher unwahrscheinlich ist. Es gibt Wasser, Berge und alles was man zum Leben braucht. Allerdings stelle ich es mir recht schwierig vor hier Arbeit zu finden, weil es eine relativ exponierte Lage hat und nicht sehr groß ist.
Bevor es weiter ins Fjordland geht, fahren wir noch zum Fluss Kawerau. Queenstown ist sozusagen der Geburtsort des kommerziellen Bungeejumpings. In den 80ern errichteten zwei junge Neuseeländer die erste kommerzielle Bungee-Anlage auf der historischen Kawerau-Brücke nahe Queenstown. Wir schauen uns an, wie einer nach dem anderen in die Tiefe springt, springen aber selber nicht. Ich bin irgendwie kein Fan vom freien Fall und es sieht echt hoch aus. Ich bin zwar dafür Ängste zu überwinden, aber man muss glaub ich nicht alles machen.
Unsere weitere Reise auf der Südinsel, geht zum Milford Sound. Ganz im Südwesten der Insel, im Fjordland. Das Touriziel Nummer eins in Neuseeland. Die Touristen verteilen sich aber in Neuseeland recht gut (außer auf den Campingplätzen in Queenstown). Am Milford Sound direkt, der übrigens kein Sound sondern ein Fjord ist, wie wir später erfahren, gibt es nur eine Unterkunft, die auch einen Campingplatz hat. Wir sind aber spät dran und es ist schon alles ausgebucht. Also bleiben wir in Te Anau (ca. eineinhalb Stunden entfernt), dem nächst größeren Ort und buchen von hier eine Kajaktour. Alternativ kann man noch mit größeren Booten eine Tour buchen, aber wir entscheiden uns fürs Kajakfahren.
Wir werden von zwei netten Mädels abgeholt. Zwei waschechte Neuseeländerinnen. Die zwei sind wirklich nett und erzählen uns so einiges über Neuseeland. Sie fragen uns warum soviele Deutsche und Franzosen reisen. Ob die zuviel Urlaub und Geld haben. Wir wissen es selber nicht genau. Ich habe noch keine eindeutige Studie dazu gefunden. Zum Kajakfahren werden wir mit mehreren Schichten Kleidung eingedeckt und dann geht es los. Fünf Stunden Kajak fahren auf dem Milford Sound. Ganz gemütlich, sodass jeder mitkommt. Wir können dem nicht ganz zustimmen, das es die größte Attraktion in Neuseeland ist. Es gab unserer Meinung nach schönere Ecken. Trotzdem ist der Milford Sound ein Naturwunder, was wir so vorher auch noch nicht gesehen haben. Glasklares blaues Wasser, umgeben von steilen teilweise tiefgrünen Bergen. Mein Highlight war ein kleiner blauer Pinguin, der direkt neben unseren Kajaks schwamm.
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Nach dem Frühstück fahren wir nach Queenstown. Das Highlight in Queenstown ist mit der Gondel auf den Bob's Peak zu fahren und den tollen Blick über die Stadt und den See zu bewundern. Auch heute haben wir großes Glück mit dem Wetter. Es gibt strahlenden Sonnenschein. Auf dem Berg kann man auf zwei Strecken Ludge fahren (auf deutsch Rodelbahn). Ich liefere mir zweimal ein Rennen mit Sebastian und hätte fast gewonnen ;-). Ich dachte, dass ist so eine lahme Veranstaltung, aber die Dinger gehen richtig ab.
Wenn Queenstown keine Partystadt wäre, was wir vorher überhaupt nicht wussten, würde ich hier wohnen wollen, wenn ich mal nach Neuseeland auswandere. Was aber eher unwahrscheinlich ist. Es gibt Wasser, Berge und alles was man zum Leben braucht. Allerdings stelle ich es mir recht schwierig vor hier Arbeit zu finden, weil es eine relativ exponierte Lage hat und nicht sehr groß ist.
Bevor es weiter ins Fjordland geht, fahren wir noch zum Fluss Kawerau. Queenstown ist sozusagen der Geburtsort des kommerziellen Bungeejumpings. In den 80ern errichteten zwei junge Neuseeländer die erste kommerzielle Bungee-Anlage auf der historischen Kawerau-Brücke nahe Queenstown. Wir schauen uns an, wie einer nach dem anderen in die Tiefe springt, springen aber selber nicht. Ich bin irgendwie kein Fan vom freien Fall und es sieht echt hoch aus. Ich bin zwar dafür Ängste zu überwinden, aber man muss glaub ich nicht alles machen.
Unsere weitere Reise auf der Südinsel, geht zum Milford Sound. Ganz im Südwesten der Insel, im Fjordland. Das Touriziel Nummer eins in Neuseeland. Die Touristen verteilen sich aber in Neuseeland recht gut (außer auf den Campingplätzen in Queenstown). Am Milford Sound direkt, der übrigens kein Sound sondern ein Fjord ist, wie wir später erfahren, gibt es nur eine Unterkunft, die auch einen Campingplatz hat. Wir sind aber spät dran und es ist schon alles ausgebucht. Also bleiben wir in Te Anau (ca. eineinhalb Stunden entfernt), dem nächst größeren Ort und buchen von hier eine Kajaktour. Alternativ kann man noch mit größeren Booten eine Tour buchen, aber wir entscheiden uns fürs Kajakfahren.
Wir werden von zwei netten Mädels abgeholt. Zwei waschechte Neuseeländerinnen. Die zwei sind wirklich nett und erzählen uns so einiges über Neuseeland. Sie fragen uns warum soviele Deutsche und Franzosen reisen. Ob die zuviel Urlaub und Geld haben. Wir wissen es selber nicht genau. Ich habe noch keine eindeutige Studie dazu gefunden. Zum Kajakfahren werden wir mit mehreren Schichten Kleidung eingedeckt und dann geht es los. Fünf Stunden Kajak fahren auf dem Milford Sound. Ganz gemütlich, sodass jeder mitkommt. Wir können dem nicht ganz zustimmen, das es die größte Attraktion in Neuseeland ist. Es gab unserer Meinung nach schönere Ecken. Trotzdem ist der Milford Sound ein Naturwunder, was wir so vorher auch noch nicht gesehen haben. Glasklares blaues Wasser, umgeben von steilen teilweise tiefgrünen Bergen. Mein Highlight war ein kleiner blauer Pinguin, der direkt neben unseren Kajaks schwamm.
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Samstag, 7. Dezember 2013
Der Routeburn Track
Wir machen uns morgens um acht auf den Weg. Unser Plan ist es heute bis zum Harris Saddle und evtl. noch zum höchsten Punkt des Routeburn Tracks zu schaffen. Dort soll man eine wahnsinns Aussicht haben. Wir haben 27 km vor uns, etwa 4 km mehr als beim Tongariro Alpine Crossing. Wir rechnen mit ca. acht Stundem reiner Gehzeit. Ich bin gespannt, ob das gut machbar ist.
Kurz nach acht stehen wir am Startpunkt des Tracks. Es stehen eine Menge Autos auf dem Parkplatz und wir befürchten schon, dass es sehr überlaufen ist. Auf den ersten Kilometern begegnet uns aber keine Menschenseele. Anscheinend machen die meisten Wanderer nicht den Routeburn Track. Die ersten Kilometer gehen recht flach durch einen moosigen Wald. Das zieht sich bis zur ersten Hütte, in der man auch übernachten kann. Sie hat eine tolle Lage. Eine große Wiese, mit einem kleinen Fluss, umgeben von Bergen.
Weiter geht es, ab jetzt bergauf, bis zum ersten offiziellen Stopp des Routeburn Tracks. Würde man die 3-Tageswanderung machen, wäre hier die erste Übernachtung, nach knapp 9 km, direkt an der Baumgrenze. Wir machen eine kurze Pause und genießen den Blick ins Tal. Die Landschaft ändert sich, keine Bäume mehr und wir sind umgeben von Bergen und durchwandern ein großes Tal. Überall sind kleine Wasserfälle und Flüsse, mit Schmelzwasser von den Bergen. Es geht stetig bergauf, die Landschaft ist atemberaubend schön. Ein bisschen erinnert es an die Zugspitze. Dort sieht es so ähnlich aus.
Wandern hört sich erstmal langweilig an, aber in dieser Umgebung ist es ein echtes Erlebnis. Die Luft ist frisch, der Kopf wird frei und wir haben heute das beste Wetter, das man sich für so einen Track wünschen kann. Nach 12 Kilometern und vier Stunden erreichen wir den Harris Saddle. Es gibt eine kleine Hütte und viele Wanderer machen hier Rast. Ein gemütliches Plätzchen. Hier müssen wir uns entscheiden, ob wir noch eine weitere Stunde hoch auf den Conical Hill wollen. Eigentlich reicht es mir, da wir schon 12 Kilometer in den Beinen haben und diese auch wieder zurück müssen. Aber dort oben soll man bis ans Meer blicken können und wir würden es bestimmt bereuen, nicht hochgelaufen zu sein. Also beißen wir uns durch und die Aussicht ist es wirklich wert.
Nach einer viertel Stunde gehen wir relativ zügig zurück. Wir benötigen die gleiche Zeit, wie auf dem Hinweg. Man hat einfach irgendwann keine Energie mehr. Der Abstieg ist mühselig und die letzten Kilometer durch den Wald ziehen sich wie Kaugummi. Zum guten Schluss begegnet uns noch ein dicker, halbnackter Mann. Den Anblick hätten wir uns auch lieber erspart, aber man trifft immer wieder verrückte Leute. Und dann haben wir es geschafft. 9 Stunden später sind wir wieder am Ausgangspunkt. Glücklich und mit schmerzenden Füßen. Aber das ist egal. Es war einfach ein tolle Tour!
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Kurz nach acht stehen wir am Startpunkt des Tracks. Es stehen eine Menge Autos auf dem Parkplatz und wir befürchten schon, dass es sehr überlaufen ist. Auf den ersten Kilometern begegnet uns aber keine Menschenseele. Anscheinend machen die meisten Wanderer nicht den Routeburn Track. Die ersten Kilometer gehen recht flach durch einen moosigen Wald. Das zieht sich bis zur ersten Hütte, in der man auch übernachten kann. Sie hat eine tolle Lage. Eine große Wiese, mit einem kleinen Fluss, umgeben von Bergen.
Weiter geht es, ab jetzt bergauf, bis zum ersten offiziellen Stopp des Routeburn Tracks. Würde man die 3-Tageswanderung machen, wäre hier die erste Übernachtung, nach knapp 9 km, direkt an der Baumgrenze. Wir machen eine kurze Pause und genießen den Blick ins Tal. Die Landschaft ändert sich, keine Bäume mehr und wir sind umgeben von Bergen und durchwandern ein großes Tal. Überall sind kleine Wasserfälle und Flüsse, mit Schmelzwasser von den Bergen. Es geht stetig bergauf, die Landschaft ist atemberaubend schön. Ein bisschen erinnert es an die Zugspitze. Dort sieht es so ähnlich aus.
Wandern hört sich erstmal langweilig an, aber in dieser Umgebung ist es ein echtes Erlebnis. Die Luft ist frisch, der Kopf wird frei und wir haben heute das beste Wetter, das man sich für so einen Track wünschen kann. Nach 12 Kilometern und vier Stunden erreichen wir den Harris Saddle. Es gibt eine kleine Hütte und viele Wanderer machen hier Rast. Ein gemütliches Plätzchen. Hier müssen wir uns entscheiden, ob wir noch eine weitere Stunde hoch auf den Conical Hill wollen. Eigentlich reicht es mir, da wir schon 12 Kilometer in den Beinen haben und diese auch wieder zurück müssen. Aber dort oben soll man bis ans Meer blicken können und wir würden es bestimmt bereuen, nicht hochgelaufen zu sein. Also beißen wir uns durch und die Aussicht ist es wirklich wert.
Nach einer viertel Stunde gehen wir relativ zügig zurück. Wir benötigen die gleiche Zeit, wie auf dem Hinweg. Man hat einfach irgendwann keine Energie mehr. Der Abstieg ist mühselig und die letzten Kilometer durch den Wald ziehen sich wie Kaugummi. Zum guten Schluss begegnet uns noch ein dicker, halbnackter Mann. Den Anblick hätten wir uns auch lieber erspart, aber man trifft immer wieder verrückte Leute. Und dann haben wir es geschafft. 9 Stunden später sind wir wieder am Ausgangspunkt. Glücklich und mit schmerzenden Füßen. Aber das ist egal. Es war einfach ein tolle Tour!
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Donnerstag, 5. Dezember 2013
Zu den Gletschern und zum Tiefpunkt unserer Reise
Unser Glück mit dem Wetter hält genau einen Tag lang. Wenigstens etwas. Wir kommen gegen 11 Uhr am Franz Josef Gletscher an und es ist nach drei Tagen Regen ein überwiegend sonniger Tag. Der erste Blick auf den Franz Josef Gletscher ist sehr surreal. Die Berge und der Gletscher wirken von Weitem, wie auf einem Bild. Das Komische ist, je näher man zum Gletscher läuft, umso unspektakulärer wird er. Zum Schluß wirkt es nur noch wie eine Fläche dreckiger Schnee, etwas übertrieben ausgedrückt. In den letzten Jahren hat der Gletscher anscheinend einiges an Größe verloren. Den Franz Josef Gletscher kann man nur noch mit dem Helikopter erreichen.
Es gibt hier zwei berühmte Gletscher recht nah beieinander, den Franz Josef und den Fox Gletscher. Das besondere an diesen Gletschern ist die leichte Zugänglichkeit (mittlerweile am Franz Josef Gletscher nicht mehr ganz so leicht) und dass sie sich zehnmal schneller bewegen, als andere Gletscher. Eigentlich wollten wir noch eine Tour auf den Fox Gletscher machen, direkt aufs Eis. Diesen kann man noch zu Fuß erreichen. Aber für morgen sind unwetterartige Regengüsse gemeldet und die Strasse Richtung Süden wird gesperrt. Die zwei Tage danach soll es nicht viel besser werden. Es macht also wieder keinen Sinn zu warten und wir beschließen unsere Reise weiter Richtung Süden fortzusetzen.
Wir fahren eine große Strecke bis nach Wanaka, eine kleine Stadt am See Wanaka, 170km nördlich von Queenstown. Hier ist es wirklich schön. Der See, idylische Landschaften und wir finden einen tollen Campingplatz, mit Sauna und Whirlpool. Das Wetter ist hier schon besser als am Fox Gletscher, aber es regnet immer noch etwas. Also verbringen wir den Abend in der wärmenden Sauna und im Whirlpool.
Am nächsten Morgen ist es hier tatsächlich sonnig und wir können eine schöne Wanderung machen. Wir laufen zum Aussichtspunkt, mit Blick über den See und machen ein Picnic. Die letzten Tage waren wirklich anstrengend. Man kann sich das gar nicht vorstellen, aber bei Regen, mehrere Tage auf engstem Raum und die ständige Fahrerrei über extrem kurvenreiche Strecken, ist sehr nervenaufreibend. Wir erleben beide den Tiefpunkt auf unserer Reise und wir spüren jetzt so richtig was Reisemüdigkeit bedeutet. Man kann sich nicht mehr richtig motivierten, alles sieht gleich aus und die Toleranzschwelle ist extrem niedrig. In Queenstown angekommen, gibt es nur Campingplätze, wo man wie die Ölsardinen steht und dazu sind sie noch exterm teuer und laut. Die nächste Nacht, neben einer Disco, wo wir uns bis drei Uhr nachts die Bässe anhören dürfen, raubt uns entgültig den letzten Nerv. Wir haben die Schnauze voll und sind schon kurz davor nach Hause zu fliegen.
Vorher fahren wir aber noch weiter zum Routeburn Track. Der Routeburn Track ist wieder einer der neun Great Walks, wie bereits das Tongariro Alpine Crossing. Der Routeburn Track ist eine drei Tages Wanderung. Wir wollen hier das erste Teilstück, bis zum Harris Sattel, laufen. Wir fahren zu einem DOC Campingplatz am Anfang des Tracks. Hier sind wir mitten in der Natur. Es ist ruhig und wir haben einen sensationellen Blick auf die Berge. In dieser herrlichen Natur, können wir wieder Energie tanken. Die Ruhe bei Nacht ist wirklich toll. Ab heute scheint auch wieder die Sonne und es soll die nächsten Tage so bleiben. Vielleicht fliegen wir dann doch noch nicht nach Hause.
Neuseeland mit dem Camper, ist einfach sehr Wetterabhängig. Wenn man Pech hat kann man tagelang Nichts sehen und machen. Außerdem setzt man sich schnell selber unter Druck, weil man in der kurzen Zeit die man hat, soviel wie möglich sehen will. Wir beschliesen unser Tempo zu verringern und lieber auf die ein oder andere Sehenswürdigkeit zu verzichten und hoffen, dass das Wetter jetzt wieder ein bisschen besser mitspielt. Morgen früh gehst auf den Routeburn Track. Wir sind wieder motiviert und gespannt was uns erwartet.
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Es gibt hier zwei berühmte Gletscher recht nah beieinander, den Franz Josef und den Fox Gletscher. Das besondere an diesen Gletschern ist die leichte Zugänglichkeit (mittlerweile am Franz Josef Gletscher nicht mehr ganz so leicht) und dass sie sich zehnmal schneller bewegen, als andere Gletscher. Eigentlich wollten wir noch eine Tour auf den Fox Gletscher machen, direkt aufs Eis. Diesen kann man noch zu Fuß erreichen. Aber für morgen sind unwetterartige Regengüsse gemeldet und die Strasse Richtung Süden wird gesperrt. Die zwei Tage danach soll es nicht viel besser werden. Es macht also wieder keinen Sinn zu warten und wir beschließen unsere Reise weiter Richtung Süden fortzusetzen.
Wir fahren eine große Strecke bis nach Wanaka, eine kleine Stadt am See Wanaka, 170km nördlich von Queenstown. Hier ist es wirklich schön. Der See, idylische Landschaften und wir finden einen tollen Campingplatz, mit Sauna und Whirlpool. Das Wetter ist hier schon besser als am Fox Gletscher, aber es regnet immer noch etwas. Also verbringen wir den Abend in der wärmenden Sauna und im Whirlpool.
Am nächsten Morgen ist es hier tatsächlich sonnig und wir können eine schöne Wanderung machen. Wir laufen zum Aussichtspunkt, mit Blick über den See und machen ein Picnic. Die letzten Tage waren wirklich anstrengend. Man kann sich das gar nicht vorstellen, aber bei Regen, mehrere Tage auf engstem Raum und die ständige Fahrerrei über extrem kurvenreiche Strecken, ist sehr nervenaufreibend. Wir erleben beide den Tiefpunkt auf unserer Reise und wir spüren jetzt so richtig was Reisemüdigkeit bedeutet. Man kann sich nicht mehr richtig motivierten, alles sieht gleich aus und die Toleranzschwelle ist extrem niedrig. In Queenstown angekommen, gibt es nur Campingplätze, wo man wie die Ölsardinen steht und dazu sind sie noch exterm teuer und laut. Die nächste Nacht, neben einer Disco, wo wir uns bis drei Uhr nachts die Bässe anhören dürfen, raubt uns entgültig den letzten Nerv. Wir haben die Schnauze voll und sind schon kurz davor nach Hause zu fliegen.
Vorher fahren wir aber noch weiter zum Routeburn Track. Der Routeburn Track ist wieder einer der neun Great Walks, wie bereits das Tongariro Alpine Crossing. Der Routeburn Track ist eine drei Tages Wanderung. Wir wollen hier das erste Teilstück, bis zum Harris Sattel, laufen. Wir fahren zu einem DOC Campingplatz am Anfang des Tracks. Hier sind wir mitten in der Natur. Es ist ruhig und wir haben einen sensationellen Blick auf die Berge. In dieser herrlichen Natur, können wir wieder Energie tanken. Die Ruhe bei Nacht ist wirklich toll. Ab heute scheint auch wieder die Sonne und es soll die nächsten Tage so bleiben. Vielleicht fliegen wir dann doch noch nicht nach Hause.
Neuseeland mit dem Camper, ist einfach sehr Wetterabhängig. Wenn man Pech hat kann man tagelang Nichts sehen und machen. Außerdem setzt man sich schnell selber unter Druck, weil man in der kurzen Zeit die man hat, soviel wie möglich sehen will. Wir beschliesen unser Tempo zu verringern und lieber auf die ein oder andere Sehenswürdigkeit zu verzichten und hoffen, dass das Wetter jetzt wieder ein bisschen besser mitspielt. Morgen früh gehst auf den Routeburn Track. Wir sind wieder motiviert und gespannt was uns erwartet.
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Montag, 2. Dezember 2013
Das gemütliche Städtchen Wellington
Knapp 400.000 der 4,5 Mio. Einwohner Neuseeland leben in der Region Wellington. In der City direkt nur ca. 18.000. Ich kann nicht genau sagen woran es liegt, aber manche Städte sind einem sofort sympathisch und mit anderen wird man überhaupt nicht warm. Manchmal passt es einfach, ein anderes Mal nicht. In Auckland wollte es nicht so recht passen, aber Wellington hat so eine gemütliche Atmosphäre, dass es uns auf Anhieb gefällt. Es hat ein bisschen Ähnlichkeit mit San Francisco.
Wir hatten uns nach der doch recht anstrengenden Tongariro Tour dazu entschieden, nicht mehr weiter südöstlich zu fahren, wie eigentlich geplant, sondern die letzten beiden Tage auf der Nordinsel in Wellington, der Hauptstadt Neuseelands, zu verbringen. Wellington empfängt uns mit strahlendem Sonnenschein. Was man als Glück bezeichnen kann, da das Wetter hier wohl oft recht rau ist. An ungefähr 170 Tagen im Jahr weht der Wind mit über 50km/h.
Wellington ist auch deswegen sehr reizvoll, weil es so viele unterschiedliche Facetten hat. Den Mt. Victoria (eher ein Hügel) mit seinen tollen Wäldern und 360° Blick über die Stadt, einen kleinen Strand am Meer bzw. der Bucht von Wellington, die Cuba Street mit gemütlichen Cafés und Restaurants, wo wir mit das Beste Sushi essen was wir je gegessen haben, die rote Cable Car Bahn zum Botanischen Garten und zum Observatorium und das sehr interessante Nationalmuseum Te Papa.
An einem Tag bummeln wir ein bisschen durch die Stadt und zum Mt. Victoria und den nächsten Tag, an dem das Wetter etwas schlechter ist, verbringen wir im Nationalmuseum Te Papa. Ein interaktives und modernes Museum, sehr empfehlenswert. Am nächsten Morgen verabschieden wir uns von der Nordinsel und setzen mit der Fähre über zur Südinsel, die laut den Neuseeländern ganz anders sein soll, als die Nordinsel.
Leider sehen wir in den ersten drei Tragen wenig davon, da uns eine Schlechtwetterfront erwischt hat und alles wolkenverhangen und regnerisch ist. Zwei Tage halten wir uns nördlich auf, weil wir eigentlich den Queen Charlotte Track laufen und eine Kajaktour im Abel Tasman Nationalpark machen wollten, wo das Wasser glasklar sein soll und Delphine neben einem herschwimmen, wenn man Glück hat. Daraus wird leider nichts. Das Wetter ist einfach zu schlecht. An Tag drei flüchten wir Richtung Süden, wo es wenigstens morgen noch sonnig sein soll. Wir fahren zu den berühmten Franz Josef und Fox Gletschern. Vielleicht haben wir dort etwas mehr Glück mit dem Wetter.
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Wir hatten uns nach der doch recht anstrengenden Tongariro Tour dazu entschieden, nicht mehr weiter südöstlich zu fahren, wie eigentlich geplant, sondern die letzten beiden Tage auf der Nordinsel in Wellington, der Hauptstadt Neuseelands, zu verbringen. Wellington empfängt uns mit strahlendem Sonnenschein. Was man als Glück bezeichnen kann, da das Wetter hier wohl oft recht rau ist. An ungefähr 170 Tagen im Jahr weht der Wind mit über 50km/h.
Wellington ist auch deswegen sehr reizvoll, weil es so viele unterschiedliche Facetten hat. Den Mt. Victoria (eher ein Hügel) mit seinen tollen Wäldern und 360° Blick über die Stadt, einen kleinen Strand am Meer bzw. der Bucht von Wellington, die Cuba Street mit gemütlichen Cafés und Restaurants, wo wir mit das Beste Sushi essen was wir je gegessen haben, die rote Cable Car Bahn zum Botanischen Garten und zum Observatorium und das sehr interessante Nationalmuseum Te Papa.
An einem Tag bummeln wir ein bisschen durch die Stadt und zum Mt. Victoria und den nächsten Tag, an dem das Wetter etwas schlechter ist, verbringen wir im Nationalmuseum Te Papa. Ein interaktives und modernes Museum, sehr empfehlenswert. Am nächsten Morgen verabschieden wir uns von der Nordinsel und setzen mit der Fähre über zur Südinsel, die laut den Neuseeländern ganz anders sein soll, als die Nordinsel.
Leider sehen wir in den ersten drei Tragen wenig davon, da uns eine Schlechtwetterfront erwischt hat und alles wolkenverhangen und regnerisch ist. Zwei Tage halten wir uns nördlich auf, weil wir eigentlich den Queen Charlotte Track laufen und eine Kajaktour im Abel Tasman Nationalpark machen wollten, wo das Wasser glasklar sein soll und Delphine neben einem herschwimmen, wenn man Glück hat. Daraus wird leider nichts. Das Wetter ist einfach zu schlecht. An Tag drei flüchten wir Richtung Süden, wo es wenigstens morgen noch sonnig sein soll. Wir fahren zu den berühmten Franz Josef und Fox Gletschern. Vielleicht haben wir dort etwas mehr Glück mit dem Wetter.
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Mittwoch, 27. November 2013
Maori - Die Ureinwohner Neuseelands
Das Thema hat mich dann doch noch nicht ganz losgelassen und ich habe noch ein bißchen im Internet darüber gelesen. Die Neuseeländer direkt darauf ansprechen ist etwas schwierig. Nach kurzer Zeit merkt man wieviele unterschiedliche Meinungen und Aspekte es zum dem Thema Maori und noch vorhandene Probleme bei und mit den Maori gibt. Der Kommentar des Neuseeländers, den wir bei den Hot Pools getroffen haben, war ja doch recht kritisch, aber auch ziemlich pauschal: "Die Maori arbeiten eben nichts und deswegen klauen sie lieber." Sie würden zwar für die Touristen schön tanzen und singen, aber die Realität sei eine andere. Ich fand einige Artikel im Internet recht interessant, kann mir für mich persönlich aber in der kurzen Zeit schlecht ein eigenes Urteil bilden. Aber vielleicht interessiert es den ein oder anderen unter euch auch.
Die Maori Kultur ist hier in Neuseeland überall present. Der Stellenwert der Maori Kultur und der Sprache ist recht hoch. Öffentliche Texte und Schilder sind sowohl auf Englisch, als auch in der Sprache der Maori geschrieben. Anscheinend kämpfen die Maori schon lange um ihre Recht und haben auch Erfolg damit. Erst 2008 wurde ein Vertrag unterschrieben, der den Maori hohe Entschädigungszahlungen und Land zuspricht. Die Kehrseite der Medallie ist wiederum, dass nicht alle Maori davon profitierten, weil dem die Gier einzelner entgegensteht. Außerdem werden die sozialen Probleme durch Geldzahlungen nicht wirklich behoben.
Der Unmut einiger Nicht-Maori Neuseelânder entsteht wohl auch dadurch, dass den Maori Privilegien zugesprochen werden, die den Nicht Maori wiederum nicht zustehen: "wie student loans, die nicht zurückgezahlt werden müssen, niederigere Anforderungen bei Exams usw.". Es gibt im Internet sehr kritische Kommentare gegenüber den Maori: “Die Maori suhlen sich in ihrem Opferstatus und glauben nichts beitragen zu müssen.". Jemand anderes schreibt: “Es gibt ... zum Beispiel eine grassierende Wohlfahrtsmentalität unter den Maori, die lieber Sozialhilfe annimmt und gleichzeitig jammert, anstatt aktiv zu werden.". Da scheint es doch einige Spannungen zu geben. Obwohl das im Internet natürlich auch erst mal nur Meinungen Einzelner sind.
In einem Artikel wird erwähnt, dass die Maori selbst auch nicht immer nett zu anderen waren: "Die Kultur der Maori ist eine des Patriarchats und des Kriegs. Das Schwache wird ohne Gnade getilgt. ... Die Moriori waren beseelte Pazifisten, und zahlten für diese Weltsicht mit ihrer Auslöschung. ... Die Moriori entschieden sich, nicht mit Gewalt zu antworten, und wurden damit zur leichten Beute der Maori." Aber wie der Schreiber selbst schon treffend kommentiert hat, ein Unrecht wiegt ein anderes nicht auf.
Er erwähnt auch, dass wenn es um Geldzahlungen geht heutzutage noch zu beachten ist, dass der europäische Bevölkerungsanteil immer mehr abnimmt und die Frage gestellt werden muss, warum Asiaten oder Inder für ein Unrecht zahlen sollten, dass sie oder ihre Vorfahren nicht begangen haben. Insgesamt also ein schwieriges Thema, dass wir ja in ähnlicher Form, sogar mehrfach, auch in Deutschland haben. Wer, wie viel und wie lange sollte für ein Unrecht an anderen Menschen bezahlen? Ich bin mit nicht sicher, ob Geld überhaupt die Lösung ist.
Quellen:
http://www.nz2go.de/erbe-der-maori/313/
http://www.planet-wissen.de/laender_leute/neuseeland/maori/index.jsp
http://www.wissen.de/neuseeland-die-situation-der-maori/ (Leserkommemtar)
Die Maori Kultur ist hier in Neuseeland überall present. Der Stellenwert der Maori Kultur und der Sprache ist recht hoch. Öffentliche Texte und Schilder sind sowohl auf Englisch, als auch in der Sprache der Maori geschrieben. Anscheinend kämpfen die Maori schon lange um ihre Recht und haben auch Erfolg damit. Erst 2008 wurde ein Vertrag unterschrieben, der den Maori hohe Entschädigungszahlungen und Land zuspricht. Die Kehrseite der Medallie ist wiederum, dass nicht alle Maori davon profitierten, weil dem die Gier einzelner entgegensteht. Außerdem werden die sozialen Probleme durch Geldzahlungen nicht wirklich behoben.
Der Unmut einiger Nicht-Maori Neuseelânder entsteht wohl auch dadurch, dass den Maori Privilegien zugesprochen werden, die den Nicht Maori wiederum nicht zustehen: "wie student loans, die nicht zurückgezahlt werden müssen, niederigere Anforderungen bei Exams usw.". Es gibt im Internet sehr kritische Kommentare gegenüber den Maori: “Die Maori suhlen sich in ihrem Opferstatus und glauben nichts beitragen zu müssen.". Jemand anderes schreibt: “Es gibt ... zum Beispiel eine grassierende Wohlfahrtsmentalität unter den Maori, die lieber Sozialhilfe annimmt und gleichzeitig jammert, anstatt aktiv zu werden.". Da scheint es doch einige Spannungen zu geben. Obwohl das im Internet natürlich auch erst mal nur Meinungen Einzelner sind.
In einem Artikel wird erwähnt, dass die Maori selbst auch nicht immer nett zu anderen waren: "Die Kultur der Maori ist eine des Patriarchats und des Kriegs. Das Schwache wird ohne Gnade getilgt. ... Die Moriori waren beseelte Pazifisten, und zahlten für diese Weltsicht mit ihrer Auslöschung. ... Die Moriori entschieden sich, nicht mit Gewalt zu antworten, und wurden damit zur leichten Beute der Maori." Aber wie der Schreiber selbst schon treffend kommentiert hat, ein Unrecht wiegt ein anderes nicht auf.
Er erwähnt auch, dass wenn es um Geldzahlungen geht heutzutage noch zu beachten ist, dass der europäische Bevölkerungsanteil immer mehr abnimmt und die Frage gestellt werden muss, warum Asiaten oder Inder für ein Unrecht zahlen sollten, dass sie oder ihre Vorfahren nicht begangen haben. Insgesamt also ein schwieriges Thema, dass wir ja in ähnlicher Form, sogar mehrfach, auch in Deutschland haben. Wer, wie viel und wie lange sollte für ein Unrecht an anderen Menschen bezahlen? Ich bin mit nicht sicher, ob Geld überhaupt die Lösung ist.
Quellen:
http://www.nz2go.de/erbe-der-maori/313/
http://www.planet-wissen.de/laender_leute/neuseeland/maori/index.jsp
http://www.wissen.de/neuseeland-die-situation-der-maori/ (Leserkommemtar)
Montag, 25. November 2013
Tongariro Alpine Crossing
Das Tongariro Alpine Crossing - eine, um genau zu sein, 19,4 km lange Trekkingtour durch die Vulkanlandschaft Neuseeland. Die beste 1-Tageswanderung Neuseeland und eine der 10 besten 1-Tageswanderungen der Welt, laut dem Fahrer des Shuttle Busses (Quellen hat er nicht genannt). Auf jeden Fall wird das Tongario Alpine Crossing in Reiseführern und im Internet als spektakulär bezeichnet.
Wir kommen Mittwoch nachmittag im winzigen Ort Whakapapa an, wenn man diesen überhaupt als Ort bezeichnen kann. Da es weit und breit nur einen Campingplatz gibt haben wir für zwei Nächte vorgebucht. Soweit der einfache Teil der Planung. Das Problem - das Wetter. Es regnet jetzt schon den ganzen Nachmittag. Das ist für diese Strecke in den Bergen nicht ganz ohne. Wir haben nur Softshell Jacken, dünne Wanderhosen und extrem luft- und wasserdurchlässige Schuhe dabei. In der Touristeninformation bekommt man die Informationen, dass der Wetterbericht quasi nichts wert sei, man müsse immer mit allem rechnen und alles dabei haben. Wir bekommen den Tipp in dem einzigen Hotel vor Ort nachzufragen und tatsächlich können wir dort Regenkleidung ausleihen. Fast kpl. ausgerüstet und 50 Dollar ärmer (dafür hätte man das Zeug fast kaufen können, nur leider nicht in Whakapapa) gehts zurück zum Campingplatz, von dem aus wir noch einen Shuttelservice organisieren müssen. Da die Wanderung kein Rundweg ist, bleibt einem nichts anders übrig. Das kostet uns "erstmal" weitere 35 Dollar pro Person.
Am nächsten Morgen klingelt um 6.30 Uhr der Wecker und wir haben Glück, es regnet nicht mehr. Vorerst. Von unserem Fahrer bekommen wir noch massenweise Infomaterial in die Hand gedrückt. Ich hatte es fast schon wieder vergessen, aber wir machen ja keine Bergtour, sondern durchqueren eine recht aktive vulkanische Gegend. Der letzte Ausbruch war vor genau einem Jahr, am 21. Nov. 2012. Es waren an dem Tag ungefähr hundert Wandere unterwegs. Obwohl niemand verletzt wurde, war es wohl sehr beängstigend. Wir bekommen eine genau Karte auf der die Gefahrenzone eingezeichnet ist, die man so schnell wie möglich durchqueren soll. Dummerweise macht das fast die Hälfte der Strecke aus. Jetzt bin ich doch ein bißchen nervös.
Um halb neun setzt uns der Shuttlebus am Startpunkt der Tour ab. Wir laufen los und sind natürlich nicht alleine. Heute werden wohl einige hundert Wanderer unterwegs sein. Die ersten Kilometer sind zum warmlaufen gut geeignet, da es recht flach ist. Nach 4 km geht es dann zügig berghoch. Nach knapp fünf Kilometern haben wir eine tolle Sicht ins Tal. Weiter gehts bergauf bis zum Abzweig zum Mount Ngauruhoe, einer der Hauptdrehorte von Herr der Ringe (Mount Doom im Film). Ein beeindruckender Vulkan. Es juckt uns in den Füssen, aber die Spitze des Vulkans liegt schon die ganze Zeit im Nebel und die Zeit ist einfach zu knapp.
Die ganze Gegend ist noch viel bizzarer als der Wai-o-tapu Park gestern. Man kann nicht sagen, dass die Wanderung besonders schön ist, aber diese karge Mondlandschaft ähnliche Umgebung ist wirklich spektakulär. Es geht am Red Crater und drei grünlich, bläulichen Seen (den Emerald Lakes) vorbei und dann erreichen wir den höchsten Punkt auf 1960m. Das Wetter hält zum Glück die ganze Zeit. So langsam spüren wir unsere Beine. Ab jetzt geht es fast nur noch bergab. Wir laufen einen tollen Pfad nach unten und haben die meiste Zeit Blick auf den Taupo See und kommen dem aktivsten Teil des Vulkans am Nächsten. Es steigt eine riesige Dampfwolke in die Luft und man kann es tatsächlich brodeln hören. Doch ein bisschen unheimlich.
Auf dem letzten Abschnitt soll sich unsere geliehene Regenkleidung, dann doch noch lohnen. Es beginnt zu regnen. Unsere Schuhe sind natürlich in kürzester Zeit durchgeweicht. Wir geben jetzt ein bisschen mehr Gas, um den 15 Uhr Shuttel zu erreichen und kommem pünktlich um zehn vor drei am Endpunkt der Tour an. Es war wirklich eine fazinierende Landschaft und eine tolle Wanderung.
Unsere Fahrer von heute morgen kommt uns schon entgegen und schickt uns zum Bus. Wir steigen in den selben Bus ein, wie heute morgen. Wir sind anscheinend die Einzigen und müssen noch fünfzehn Minuten warten. Ein fluchtender Mann steigt in unseren Bus und fährt los. Nach zehn Minuten biegt der Bus auf einen Feldweg ab. Wir denken schon, was das soll und ob wir jetzt wohl überfallen werden, weil wir ganz alleine sind (was jedoch eher unwahrscheinlich ist). Der Bus stoppt, die Tür öffnet sich, aber der Mann bleibt direkt daneben stehen und erleichtert sich erst mal. Jetzt kommen wir erst auf die Idee, dass er uns vielleicht gar nicht gesehen hat und machen uns bemerkbar. Der Mann dreht sich erschrocken um und sagt: "What the hell are you doing in this Bus". Wir schauen ihn ganz verwirrt an und erklären, dass wir in den gleichen Bus eingestiegen sind wie heute morgen. Das Ganze geht fünf Minuten hin und her und Sebastian ist schon auf hundertachtzig, weil der Mann uns erklärt, dass wir jetzt leider eine weitere Stunde warten müssen. Anscheinend gab es zwei Busse. Wir setzen uns auf die Wiese und überlegen schon wo wir uns überall beschweren können. Nach einer halben Stunde kommt tatsächlich der Chef des Shuttelservice mit einem extra Bus und holt uns ab. Er betreibt netten Small Talk, um uns aufzuheitern und gibt uns die kompletten siebzig Dollar zurück. Das nenne ich mal Kundenfreundlichkeit. Sebastian ist auch wieder besser drauf, weil er die siebzig Dollar zurück bekommen hat und zehn Minuten später stehen wir unter der heißen Dusche.
Ich weiß nicht, ob ihr diesen extrem langen Bericht zu Ende gelesen habt, aber falls ja und falls ihr jemals im Leben nach Neuseeland kommt, denkt an das Tongario Alpine Crossing. Es lohnt sich wirklich!
Zum Fotoalbum
Wir kommen Mittwoch nachmittag im winzigen Ort Whakapapa an, wenn man diesen überhaupt als Ort bezeichnen kann. Da es weit und breit nur einen Campingplatz gibt haben wir für zwei Nächte vorgebucht. Soweit der einfache Teil der Planung. Das Problem - das Wetter. Es regnet jetzt schon den ganzen Nachmittag. Das ist für diese Strecke in den Bergen nicht ganz ohne. Wir haben nur Softshell Jacken, dünne Wanderhosen und extrem luft- und wasserdurchlässige Schuhe dabei. In der Touristeninformation bekommt man die Informationen, dass der Wetterbericht quasi nichts wert sei, man müsse immer mit allem rechnen und alles dabei haben. Wir bekommen den Tipp in dem einzigen Hotel vor Ort nachzufragen und tatsächlich können wir dort Regenkleidung ausleihen. Fast kpl. ausgerüstet und 50 Dollar ärmer (dafür hätte man das Zeug fast kaufen können, nur leider nicht in Whakapapa) gehts zurück zum Campingplatz, von dem aus wir noch einen Shuttelservice organisieren müssen. Da die Wanderung kein Rundweg ist, bleibt einem nichts anders übrig. Das kostet uns "erstmal" weitere 35 Dollar pro Person.
Am nächsten Morgen klingelt um 6.30 Uhr der Wecker und wir haben Glück, es regnet nicht mehr. Vorerst. Von unserem Fahrer bekommen wir noch massenweise Infomaterial in die Hand gedrückt. Ich hatte es fast schon wieder vergessen, aber wir machen ja keine Bergtour, sondern durchqueren eine recht aktive vulkanische Gegend. Der letzte Ausbruch war vor genau einem Jahr, am 21. Nov. 2012. Es waren an dem Tag ungefähr hundert Wandere unterwegs. Obwohl niemand verletzt wurde, war es wohl sehr beängstigend. Wir bekommen eine genau Karte auf der die Gefahrenzone eingezeichnet ist, die man so schnell wie möglich durchqueren soll. Dummerweise macht das fast die Hälfte der Strecke aus. Jetzt bin ich doch ein bißchen nervös.
Um halb neun setzt uns der Shuttlebus am Startpunkt der Tour ab. Wir laufen los und sind natürlich nicht alleine. Heute werden wohl einige hundert Wanderer unterwegs sein. Die ersten Kilometer sind zum warmlaufen gut geeignet, da es recht flach ist. Nach 4 km geht es dann zügig berghoch. Nach knapp fünf Kilometern haben wir eine tolle Sicht ins Tal. Weiter gehts bergauf bis zum Abzweig zum Mount Ngauruhoe, einer der Hauptdrehorte von Herr der Ringe (Mount Doom im Film). Ein beeindruckender Vulkan. Es juckt uns in den Füssen, aber die Spitze des Vulkans liegt schon die ganze Zeit im Nebel und die Zeit ist einfach zu knapp.
Die ganze Gegend ist noch viel bizzarer als der Wai-o-tapu Park gestern. Man kann nicht sagen, dass die Wanderung besonders schön ist, aber diese karge Mondlandschaft ähnliche Umgebung ist wirklich spektakulär. Es geht am Red Crater und drei grünlich, bläulichen Seen (den Emerald Lakes) vorbei und dann erreichen wir den höchsten Punkt auf 1960m. Das Wetter hält zum Glück die ganze Zeit. So langsam spüren wir unsere Beine. Ab jetzt geht es fast nur noch bergab. Wir laufen einen tollen Pfad nach unten und haben die meiste Zeit Blick auf den Taupo See und kommen dem aktivsten Teil des Vulkans am Nächsten. Es steigt eine riesige Dampfwolke in die Luft und man kann es tatsächlich brodeln hören. Doch ein bisschen unheimlich.
Auf dem letzten Abschnitt soll sich unsere geliehene Regenkleidung, dann doch noch lohnen. Es beginnt zu regnen. Unsere Schuhe sind natürlich in kürzester Zeit durchgeweicht. Wir geben jetzt ein bisschen mehr Gas, um den 15 Uhr Shuttel zu erreichen und kommem pünktlich um zehn vor drei am Endpunkt der Tour an. Es war wirklich eine fazinierende Landschaft und eine tolle Wanderung.
Unsere Fahrer von heute morgen kommt uns schon entgegen und schickt uns zum Bus. Wir steigen in den selben Bus ein, wie heute morgen. Wir sind anscheinend die Einzigen und müssen noch fünfzehn Minuten warten. Ein fluchtender Mann steigt in unseren Bus und fährt los. Nach zehn Minuten biegt der Bus auf einen Feldweg ab. Wir denken schon, was das soll und ob wir jetzt wohl überfallen werden, weil wir ganz alleine sind (was jedoch eher unwahrscheinlich ist). Der Bus stoppt, die Tür öffnet sich, aber der Mann bleibt direkt daneben stehen und erleichtert sich erst mal. Jetzt kommen wir erst auf die Idee, dass er uns vielleicht gar nicht gesehen hat und machen uns bemerkbar. Der Mann dreht sich erschrocken um und sagt: "What the hell are you doing in this Bus". Wir schauen ihn ganz verwirrt an und erklären, dass wir in den gleichen Bus eingestiegen sind wie heute morgen. Das Ganze geht fünf Minuten hin und her und Sebastian ist schon auf hundertachtzig, weil der Mann uns erklärt, dass wir jetzt leider eine weitere Stunde warten müssen. Anscheinend gab es zwei Busse. Wir setzen uns auf die Wiese und überlegen schon wo wir uns überall beschweren können. Nach einer halben Stunde kommt tatsächlich der Chef des Shuttelservice mit einem extra Bus und holt uns ab. Er betreibt netten Small Talk, um uns aufzuheitern und gibt uns die kompletten siebzig Dollar zurück. Das nenne ich mal Kundenfreundlichkeit. Sebastian ist auch wieder besser drauf, weil er die siebzig Dollar zurück bekommen hat und zehn Minuten später stehen wir unter der heißen Dusche.
Ich weiß nicht, ob ihr diesen extrem langen Bericht zu Ende gelesen habt, aber falls ja und falls ihr jemals im Leben nach Neuseeland kommt, denkt an das Tongario Alpine Crossing. Es lohnt sich wirklich!
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Freitag, 22. November 2013
Vulkanische Aktivitäten
Town with eggy smell (Stadt mit Eiergeruch) hört sich ja erst mal ganz nett an. Als wir dann in der Besucherinformation von Rotura stehen, bemerken wir den Geruch zum ersten Mal und Sebastian fragt mich noch: "Was stinkt hier nur so?", da fällt uns die Sache mit den eggy smell wieder ein. Ganz ehrlich, so schlimm hatte ich es mir nicht vorgestellt. Das ist wirklich ein Geruch der nach einiger Zeit richtig widerlich wird. In Rotura direkt bleiben wir nicht lange, wir wollen weiter zum Wai-o-tapu Park, etwas weiter südlich. Wir müssen aber noch kurz einkaufen und Rotura ist der einzige größere Ort in der Umgebung. Der Supermarkt wird von außen mit "Frischluft" versorgt. Da vergeht einem wirklich die Lust aufs Einkaufen. Ich frage mich, wie man hier leben kann. Ich vermute man riecht das irgendwann nicht mehr. Aber es ist schon verwunderlich, dass hier so ein großer Ort entstanden ist.
Wir machen uns also auf den Weg Richtung Süden. Heute regnet es und wir haben einen Campingplatz mit heißen Quellen nebenan gefunden, für die man freien Eintritt bekommt, wenn man auf dem Campingplatz übernachtet. Genau das Richtige bei schlechtem Wetter. Hier sehen wir auch die erste sprudelnd kochende Wasserquelle. Von dort aus geht ein kochender Bach Richtung der heißen Pools in denen man baden kann. Das Wasser wird auf 39 - 42 Grad heruntergekühlt. Die ganze Gegend dampft.
Ein netter Neuseeländer erzählt uns ein bisschen über Neuseeland. Er meint früher gab es ca. 60 Mio. Schafe, heute nur noch ca. 40 Mio. Das läge daran, dass die Farmer auf Milchproduktion umsteigen, weil es wesentlich lukrativer sei als Schafe. Dafür werden riesige Waldgebiete abgeholzt, damit Milchkühe auf ihnen weiden können. Tatsächlich ist uns das auch schon aufgefallen. Außerdem ist er der dritte Neuseeländer der uns vor Einbrüchen und Diebstählen, auf der Nordinsel, warnt. Die Kriminalität der Maori (der Ureinwohner) würde vor den Touristen unter den Tisch gekehrt. Sowohl in Australien, als auch in Neuseeland gibt es wohl diverse Probleme mit oder auch für die Ureinwohnern. Irgendwie wird aber nur unter vorgehaltener Hand darüber gesprochen. Es ist wahrscheinlich überall gleich, Urvölker treffen auf Kollonialmächte. Die Probleme die daraus resultierten sind eben heute noch deutlich zu spüren. Queen Elizabeth die II. ist übrigens noch heute Staatsoberhaupt von Australien und Neuseeland, auch wenn sie wahrscheinlich wenig politischen Einfluss hat. Man sieht sie noch auf jeder 1 Dollar Münze. Ansonsten erzählt uns der nette Neuseeländer noch von der tollen Natur und gibt uns einige Tipps für unsere Reise. Länger halten wir es in dem Hot Pool einfach nicht aus.
Am nächsten Morgen starten wir früh zum Wai-o-tapu Park. Wir wollen heute Abend noch bis zum Tongario Nationalpark fahren. Hier kann man den berühmten Tongario Alpine Cross laufen. Eine 19 km lange Tagestour durch die Gegend von Mordor (wenn ihr Herr der Ringe kennt, sagt euch das wahrscheinlich was). Aber zuerst geht es noch in das Thermale Wunderland, den Wai-o-tapu Park. Sebastian fand es ziemlich albern, aber der Eiergeruch ist hier so extrem, dass es mir fast übel wird. Ich glaub ich kann die nächsten zwei Wochen keine Eier mehr essen. Trotzdem ist die Natur schon beeindruckend, mit den heißen Kratern und dem Champange Pool, der eine tolle rote Farbe hat. Eine bizarre Landschaft. Schade ist, dass das Ganze sehr touristisch aufgebaut ist. Es gibt einen angelegten Weg mit Beschilderung und ein Haufen Touristen. Das Highlight ist der Geysir der täglich um 10.15 Uhr ausbrechen soll. Das Ganze ist eine ziemlich lächerliche Veranstaltung. Ein Mann mit Mikrofon wirft Seife in den Geysir, um ihn zum Ausbrechen zu bringen und hält vorher eine nur halb so lustige Ansprache, wie er selber denkt. Na ja, jeder Tourist beschwert sich über den Massentourismus, gehört aber irgendwie selber zumindestens teilweise mit dazu, uns nicht ausgeschlossen.
Auf dem Weg zum Tongario Nationalpark halten wird noch an einem besonderen Wasserfall, dem Huka Wasserfall und am Taupo See, dem größten See Neuseelands. Am Huka Wasserfall fallen 200.000 Liter pro Sekunde, 9m tief (eigentlich ein Witz, aber einfach eine riesige Menge Wasser). Genügend um pro Minute 5 Olympische Schwimmbecken zu füllen. Ein tolles Naturspektakel.
Gegen Nachmittag erreichen wir den Tongario Nationalpark und werden mit Regen empfangen. Morgen soll unsere Alpine Crossing Wanderung starten. Hoffentlich spielt das Wetter mit.
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Wir machen uns also auf den Weg Richtung Süden. Heute regnet es und wir haben einen Campingplatz mit heißen Quellen nebenan gefunden, für die man freien Eintritt bekommt, wenn man auf dem Campingplatz übernachtet. Genau das Richtige bei schlechtem Wetter. Hier sehen wir auch die erste sprudelnd kochende Wasserquelle. Von dort aus geht ein kochender Bach Richtung der heißen Pools in denen man baden kann. Das Wasser wird auf 39 - 42 Grad heruntergekühlt. Die ganze Gegend dampft.
Ein netter Neuseeländer erzählt uns ein bisschen über Neuseeland. Er meint früher gab es ca. 60 Mio. Schafe, heute nur noch ca. 40 Mio. Das läge daran, dass die Farmer auf Milchproduktion umsteigen, weil es wesentlich lukrativer sei als Schafe. Dafür werden riesige Waldgebiete abgeholzt, damit Milchkühe auf ihnen weiden können. Tatsächlich ist uns das auch schon aufgefallen. Außerdem ist er der dritte Neuseeländer der uns vor Einbrüchen und Diebstählen, auf der Nordinsel, warnt. Die Kriminalität der Maori (der Ureinwohner) würde vor den Touristen unter den Tisch gekehrt. Sowohl in Australien, als auch in Neuseeland gibt es wohl diverse Probleme mit oder auch für die Ureinwohnern. Irgendwie wird aber nur unter vorgehaltener Hand darüber gesprochen. Es ist wahrscheinlich überall gleich, Urvölker treffen auf Kollonialmächte. Die Probleme die daraus resultierten sind eben heute noch deutlich zu spüren. Queen Elizabeth die II. ist übrigens noch heute Staatsoberhaupt von Australien und Neuseeland, auch wenn sie wahrscheinlich wenig politischen Einfluss hat. Man sieht sie noch auf jeder 1 Dollar Münze. Ansonsten erzählt uns der nette Neuseeländer noch von der tollen Natur und gibt uns einige Tipps für unsere Reise. Länger halten wir es in dem Hot Pool einfach nicht aus.
Am nächsten Morgen starten wir früh zum Wai-o-tapu Park. Wir wollen heute Abend noch bis zum Tongario Nationalpark fahren. Hier kann man den berühmten Tongario Alpine Cross laufen. Eine 19 km lange Tagestour durch die Gegend von Mordor (wenn ihr Herr der Ringe kennt, sagt euch das wahrscheinlich was). Aber zuerst geht es noch in das Thermale Wunderland, den Wai-o-tapu Park. Sebastian fand es ziemlich albern, aber der Eiergeruch ist hier so extrem, dass es mir fast übel wird. Ich glaub ich kann die nächsten zwei Wochen keine Eier mehr essen. Trotzdem ist die Natur schon beeindruckend, mit den heißen Kratern und dem Champange Pool, der eine tolle rote Farbe hat. Eine bizarre Landschaft. Schade ist, dass das Ganze sehr touristisch aufgebaut ist. Es gibt einen angelegten Weg mit Beschilderung und ein Haufen Touristen. Das Highlight ist der Geysir der täglich um 10.15 Uhr ausbrechen soll. Das Ganze ist eine ziemlich lächerliche Veranstaltung. Ein Mann mit Mikrofon wirft Seife in den Geysir, um ihn zum Ausbrechen zu bringen und hält vorher eine nur halb so lustige Ansprache, wie er selber denkt. Na ja, jeder Tourist beschwert sich über den Massentourismus, gehört aber irgendwie selber zumindestens teilweise mit dazu, uns nicht ausgeschlossen.
Auf dem Weg zum Tongario Nationalpark halten wird noch an einem besonderen Wasserfall, dem Huka Wasserfall und am Taupo See, dem größten See Neuseelands. Am Huka Wasserfall fallen 200.000 Liter pro Sekunde, 9m tief (eigentlich ein Witz, aber einfach eine riesige Menge Wasser). Genügend um pro Minute 5 Olympische Schwimmbecken zu füllen. Ein tolles Naturspektakel.
Gegen Nachmittag erreichen wir den Tongario Nationalpark und werden mit Regen empfangen. Morgen soll unsere Alpine Crossing Wanderung starten. Hoffentlich spielt das Wetter mit.
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Dienstag, 19. November 2013
Weiter weg geht nicht!
Jetzt sind wir buchstäblich am anderen Ende der Welt gelandet. Würden wir noch ein Stückchen weiter fliegen, würden wir die Datumsgrenze überschreiten und wären wieder in der Vergangenheit. Weiter weg von Deutschland geht nicht. Mittlerweile haben wir 12 Stunden Zeitverschiebung. Wenn man eine Nadel von Deutschland durch den Erdball sticht, kommt man fast in Neuseeland raus. Na ja, nicht ganz. Spanien ist genau gegenüber. Aber fast. Wir bräuchten jetzt 24 reine Flugstunden, um wieder zurück nach Deutschland zu kommen. Die Deutschen werden wir trotzdem nicht los. Die verfolgen einen einfach überall ;-). Aber das war ja auch nicht der Grund für unsere Neuseelandreise. Ursprünglich standen Australien und Neuseeland gar nicht auf unserer Reiseliste. Doch dann haben wir gesehen wie schnell man von Bali nach Australien fliegen kann. Ja und wenn man dann schon mal in Australien ist und ein Flug nach Neuseeland nur noch drei Stunden dauert und knapp 200€ kostet, wie könnte man es dann auslassen. Außerdem wurde uns immer wieder gesagt wie toll die Natur in Neuseeland sein soll. Zugegebenermaßen wussten Sebastian und ich nur recht wenig von Neuseeland, was aber gar nicht so schlecht ist. Dadurch sind die Erwartungen nicht so übermäßig hoch und man freut sich umso mehr über schöne Dinge.
Den ersten Tag verbringen wir damit uns eine Neuseelandkarte und den am Flughafen gekauften Reiseführer anzuschauen und die Orte zu markieren, die wir sehen möchten. Neuseeland ist mit Abstand das teuerste Land für uns, da wir einen Camper mieten. Daher begrenzen wir die Reise auf vier Wochen. Am 13. November sind wir gelandet und am 13. Dezember geht unser Weiterflug. Ein super günstiger Flug zurück Richtung Asien. Ob es daran liegt, dass der Flug am Freitag den 13. ist!? Wahrscheinlich nicht.
Wir haben tatsächlich noch einen einigermaßen bezahlbaren Camper bekommen. Ein Deutscher Vermittler, der mit fast allen Campervermietern zusammenarbeitet, hatte uns schon mitgeteilt, dass die Camper in unserer gewünschten Preisklasse alle weg sind. Er bietet uns einen Camper für knapp 3500€ an, den es normalerweise für um die 2000€ gibt. Wir sind schon kurz davor ihn zu buchen, aber irgendwie wollen wir nicht für die gleiche Leistung soviel mehr bezahlen. Im Internet finden wir eine Liste aller Vermietstationen in Neuseeland. Wir suchen uns eine recht Unbekannten heraus und starten einen letzten Versuch. Die Verbindung über Skype ist so schlecht, dass man kaum etwas versteht, aber die Dame am anderen Ende ist sehr geduldig. Die Buchung dauert knapp zwei Stunden, aufgrund diverser Probleme mit unseren Kreditkarten, aber danach sind wir stolze Mieter eines Walkabout Campers (Siehe Foto), für nur knapp 2100€. Nicht der Beste, aber ausreichend.
Unsere Reise beginnen wir in Auckland, im Norden der Nordinsel. Neuseeland besteht aus zwei großen Inseln (und noch vielen kleineren), wie ihr wahrscheinlich wisst. Wir beginnen mit der Nordinsel, weil die Chancen, dass es dort schon etwas wärmer ist höher sind. Wir werden mit Sonnenschein und ca. 23 Grad empfangen. Da wir im Moment nicht so Lust auf Stadtbesichtigunng haben fahren wir erst mal noch etwas nördlicher von Auckland zur Bay of Islands. Auf den ersten Blick kein besonders Highlight. Im Internet entdecken wir eine Wanderung zum Duke's Nose, etwa eine Stunde nördlich. Wir zögern erst, ob wir noch weitere nördlich fahren sollen, entscheiden uns aber letztendlich dafür. Wir werden mit märchenhaften Landschaften und einem sensationellen Ausblick vom Duke's Nose belohnt.
Schon jetzt kann man sagen, dass Neuseeland nochmal ganz anders ist, als alles was wir bisher gesehen haben. Die Vegetation hier ist wirklich besonders. Der Wald besteht aus wahnsinnig vielen unterschiedlichen Bäumen. Jede Art sieht wieder völlig anders aus. Die Landschaften sehen teilweise wie gemalt aus, mit Schäfchen auf grünen blumigen Wiesen auf der linken Seite und kristallklarem blauen Meer auf der rechten Seite (gleichzeitig). Wir sind gespannt was Neuseeland noch alles zu bieten hat.
Von der Bay of Island geht es wieder zurück nach Auckland, keine hässliche Stadt, aber nicht so schön wie die bisher gesehenen, und weiter Richtung Süden, zum Hot Water Beach und zur Cathedral Cove. Der Hot Water Beach ist ein weltweit einmaliger Strand, an dem es aufgrund der vulkanischen Aktivitäten in der Gegend heißes Wasser gibt. Alle Touris laufen mit einer Schaufel an den Strand, um sich einen Heißwasser Pool zu graben. Ziemlich albern und heute eigentlich völlig sinnlos, da es 25 Grad warm ist und die Sonne scheint, aber irgendwie lustig. Also machen wir einfach mit, was gar nicht so ohne ist, da das Wasser bis zu 64 Grad heiß ist und man sich richtig verbrennen kann.
Am gleichen Tag fahren wir noch zur Cathedral Cove. Dieser Strand teilt sich ab heute, mit dem Whitheaven Beach in Australien, Platz 1 auf meiner imaginären Liste der besten Strände auf der Welt. Der Sand ist nicht mal besonders fein, aber die Kulisse ist atemberaubend schön.
Morgen geht es weiter ins Inland, in eine vulkanisch sehr aktive Gegend bei Rotaru. Ich bin gespannt auf den Eiergeruch, den es dort angeblich geben soll. Obwohl ich eigentlich kein Fan von Eiergeruch bin.
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Den ersten Tag verbringen wir damit uns eine Neuseelandkarte und den am Flughafen gekauften Reiseführer anzuschauen und die Orte zu markieren, die wir sehen möchten. Neuseeland ist mit Abstand das teuerste Land für uns, da wir einen Camper mieten. Daher begrenzen wir die Reise auf vier Wochen. Am 13. November sind wir gelandet und am 13. Dezember geht unser Weiterflug. Ein super günstiger Flug zurück Richtung Asien. Ob es daran liegt, dass der Flug am Freitag den 13. ist!? Wahrscheinlich nicht.
Wir haben tatsächlich noch einen einigermaßen bezahlbaren Camper bekommen. Ein Deutscher Vermittler, der mit fast allen Campervermietern zusammenarbeitet, hatte uns schon mitgeteilt, dass die Camper in unserer gewünschten Preisklasse alle weg sind. Er bietet uns einen Camper für knapp 3500€ an, den es normalerweise für um die 2000€ gibt. Wir sind schon kurz davor ihn zu buchen, aber irgendwie wollen wir nicht für die gleiche Leistung soviel mehr bezahlen. Im Internet finden wir eine Liste aller Vermietstationen in Neuseeland. Wir suchen uns eine recht Unbekannten heraus und starten einen letzten Versuch. Die Verbindung über Skype ist so schlecht, dass man kaum etwas versteht, aber die Dame am anderen Ende ist sehr geduldig. Die Buchung dauert knapp zwei Stunden, aufgrund diverser Probleme mit unseren Kreditkarten, aber danach sind wir stolze Mieter eines Walkabout Campers (Siehe Foto), für nur knapp 2100€. Nicht der Beste, aber ausreichend.
Unsere Reise beginnen wir in Auckland, im Norden der Nordinsel. Neuseeland besteht aus zwei großen Inseln (und noch vielen kleineren), wie ihr wahrscheinlich wisst. Wir beginnen mit der Nordinsel, weil die Chancen, dass es dort schon etwas wärmer ist höher sind. Wir werden mit Sonnenschein und ca. 23 Grad empfangen. Da wir im Moment nicht so Lust auf Stadtbesichtigunng haben fahren wir erst mal noch etwas nördlicher von Auckland zur Bay of Islands. Auf den ersten Blick kein besonders Highlight. Im Internet entdecken wir eine Wanderung zum Duke's Nose, etwa eine Stunde nördlich. Wir zögern erst, ob wir noch weitere nördlich fahren sollen, entscheiden uns aber letztendlich dafür. Wir werden mit märchenhaften Landschaften und einem sensationellen Ausblick vom Duke's Nose belohnt.
Schon jetzt kann man sagen, dass Neuseeland nochmal ganz anders ist, als alles was wir bisher gesehen haben. Die Vegetation hier ist wirklich besonders. Der Wald besteht aus wahnsinnig vielen unterschiedlichen Bäumen. Jede Art sieht wieder völlig anders aus. Die Landschaften sehen teilweise wie gemalt aus, mit Schäfchen auf grünen blumigen Wiesen auf der linken Seite und kristallklarem blauen Meer auf der rechten Seite (gleichzeitig). Wir sind gespannt was Neuseeland noch alles zu bieten hat.
Von der Bay of Island geht es wieder zurück nach Auckland, keine hässliche Stadt, aber nicht so schön wie die bisher gesehenen, und weiter Richtung Süden, zum Hot Water Beach und zur Cathedral Cove. Der Hot Water Beach ist ein weltweit einmaliger Strand, an dem es aufgrund der vulkanischen Aktivitäten in der Gegend heißes Wasser gibt. Alle Touris laufen mit einer Schaufel an den Strand, um sich einen Heißwasser Pool zu graben. Ziemlich albern und heute eigentlich völlig sinnlos, da es 25 Grad warm ist und die Sonne scheint, aber irgendwie lustig. Also machen wir einfach mit, was gar nicht so ohne ist, da das Wasser bis zu 64 Grad heiß ist und man sich richtig verbrennen kann.
Am gleichen Tag fahren wir noch zur Cathedral Cove. Dieser Strand teilt sich ab heute, mit dem Whitheaven Beach in Australien, Platz 1 auf meiner imaginären Liste der besten Strände auf der Welt. Der Sand ist nicht mal besonders fein, aber die Kulisse ist atemberaubend schön.
Morgen geht es weiter ins Inland, in eine vulkanisch sehr aktive Gegend bei Rotaru. Ich bin gespannt auf den Eiergeruch, den es dort angeblich geben soll. Obwohl ich eigentlich kein Fan von Eiergeruch bin.
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