Also im Nachhinein muss man sagen, so ein Autokauf kostet doch ganz schön Nerven. Es hat ja erstmal ca. zwei Wochen gedauert bis wir das Auto endlich angemeldet auf der Straße hatten. Unser Auto war größtenteils schon recht zuverlässig, aber wenn man soviele Kilometer fährt, ist halt doch immer mal wieder was dran. Mal ist die Batterie am Ende wenn es weit und breit keine Werkstatt gibt, ein anderes mal funktioniert die Funkfernbedienung mitten in der Pampa nicht und das Schloss zum manuellen Öffnen ist auch nicht mehr das Beste, dann stinkt es auf einmal fürchterlich nach Gummi und ein Reifen ist ganz heiß und in Sydney hat es uns letztendlich doch noch richtig erwischt. Wir rollen gerade noch so auf den Campingplatz, als Rauch aus dem Motorraum aufsteigt. Lichtmaschine durch. Dumm, da so eine Lichtmaschine nun mal recht wichtig ist zum Fahren. Und wirklich ärgerlich, da Sydney unsere letzte Station in Australien ist.
Am Liebsten hätten wir das Ding selber gewechselt. Eigentlich eine simple Sache, aber ohne Werkzeug, in Sydney, komplizierter als man denkt. Also ab zum Mechaniker und Lichtmaschine wechseln lassen. 440 Dollar.
Nächste Hürde ist der Autoverkauf. Wir wussten schon, dass wir nochmal so eine Art TÜV brauchen, aber dass es so kompliziert wird dachten wir nicht. Weil unser Auto in Queensland gemeldet ist und wir es in New Shouth Wales verkaufen wollen, ist das eine Besonderheit, ein sogenannter Interstatetransfer. Da soll noch einmal einer sagen Deutschland wäre zu bürokratisch. Zum Thema Autoverkauf ist Deutschland dagegen ein Traum. Wir müssen also einen besonderen TÜV machen (einen blue slip). Der ist ziemlich heftig und kostet uns nochmal 650 Dollar.
Das Ganze hat knapp eine Woche gedauert. Jetzt müssen wir die Karre nur noch verkaufen. Drei Tage später stehen wir mit nur vier anderen auf dem Sydney Travellers Car Market, ein Automarkt für Backpacker. Fast nichts los hier, aber das bedeutet es gibt auch keine Konkurrenz. Wir haben Glück und verkaufen unser Auto für 3400 Dollar an ein französisches Pärchen. Die sind dermaßen planlos, dass wir uns fragen wie sie es schaffen wollen das Auto angemeldet auf die Straße zu bringen. Dafür müssen ja doch einige Papiere ausgefüllt werden. Wir besorgen einen Dolmetscher, der dem französischen Pärchen, die so gut wie kein Englisch sprechen, versucht alles zu erklären. Den Rest müssen sie jetzt selber hinbekommen.
Insgesamt hat uns das Auto 1200 € gekostet. Billiger hätten wir nicht reisen können. Ich bin mir aber nicht sicher, ob wir es nochmal so machen würden. Es ist doch ein recht großer Aufwand. Ich würde es nur Leuten empfehlen die länger in Australien sind und die Möglichkeit haben das Auto im gleichen Staat zu verkaufen, wo sie es gekauft haben.
Egal, das Auto ist verkauft und wir haben Glück und bekommen gleich für morgen einen günstigen Flug nach Neuseeland. Das Dumme ist nur, wir wollen uns diesmal einen Campervan mieten und haben jetzt nur noch einen Tag Vorlaufzeit. Drei Campervermietungen haben wir schon angerufen, alles ausgebucht! Es bleibt spannend...
Posts mit dem Label Australien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Australien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Donnerstag, 14. November 2013
Dienstag, 12. November 2013
Endlich in SYDNEY!
Sydney war für mich immer so eine Stadt, die ich mir wahnsinnig toll vorgestellt habe. Mit stylischer Oper direkt am Hafen, alles schick und ein Haufen Sehenswürdigkeiten. Sydney hat auf jeden Fall schöne Ecken, aber ich finde es insgesamt ein bisschen enttäuschend. Die Oper, die ich mir strahlendweiß vorgestellt hatte, hat eine gelbliche Farbe wie die Wände eines Zimmers in dem zuviel geraucht wurde und sieht aus der Nähe eher altmodisch aus. Insgesamt ist das Stadtbild recht alt und abgenutzt.
Ich bin aber mittlerweile auch davon überzeugt, dass die Eindrücke, die man von einem Ort hat von sehr vielen Faktoren abhängig sind. Welche Erwartungshaltung man hat, in welcher Stimmungslage man gerade selber ist, welche Menschen man trifft und auch wie das Essen, die Unterkunft und das Wetter sind. In Brisbane waren unsere Erwartungen sehr gering und wir fanden es dann doch richtig schön. Für Sydney waren meine Erwartungen wahrscheinlich viel zu hoch. Außerdem ist Sydney Endstation unserer Australienreise und wir sind nach knapp 5000 gefahrenen Kilometern etwas reisemüde.
Bestimmt finden die meisten Menschen Sydney fantastisch. Wenn ich mir die Bilder noch mal anschaue sind auch wirklich einige schöne dabei. Die Oper sieht von der Harbour Bridge aus richtig gut aus und auch die Harbour Bridge selber ist recht beeindruckend. Wenn ich aber früher oft gedacht habe in Sydney wohnen wäre bestimmt eine tolle Sache, würde ich nach eineinhalb Wochen in Sydney nicht mehr hier wohnen wollen. Mit dem Auto hier unterwegs zu sein ist sehr nervig und teuer (je nachdem wo man hinmöchte). Einmal Tunnelbenutzung kostet knapp 5 Dollar und hier wohnen ist fast unbezahlbar. Viele junge Leute wohnen mit Mitte zwanzig noch zuhause, weil sie sich keine eigene Wohnung leisten können. Manche von ihnen haben zwei oder drei Jobs.
Wir nutzen die Zeit hauptsächlich um unser Auto fit zu machen und es so schnell wie möglich zu verkaufen. Natürlich schauen wir uns auch die Highlights in Sydney an und gehen zum Bondi Beach surfen. Wir besuchen Sebastians Verwandtschaft, die wirklich sehr nett ist und mit denen wir unser Englisch noch etwas verbessern können. Und im Hostel lernen wir jede Menge junger, naiver Backpacker kennen, die teilweise mit völlig falschen Erwartungen nach Australien kommen. So easy wie man denkt ist es in Australien dann doch nicht.
Neun Wochen waren wir insgesamt in Australien unterwegs. Bisher unser längster Aufenthalt in ein und demselben Land. Was verständlich ist wenn man sich die Länder nochmal auf der Karte anschaut. Australien ist einfach riesig, hat aber nur knapp 23 Mio. Einwohner, ca. ein Viertel der Einwohner von Deutschland. Dabei ist Australien von der Fläche mehr als zwanzig mal so groß. Kein Wunder, dass man an vielen Ecken keine Menschenseele trifft. 4,5 Mio. Menschen leben übrigens in Sydney. Den Australiern scheint es hier anscheinend ausgesprochen gut zu gefallen.
Was nach neun Wochen für ein Eindruck bleibt: Atemberaubende Natur, fantastische Tierwelt, extrem weitläufig, manchmal fast ein bisschen zu einsam und nicht alle Australier sind so gelassen wie man sagt. Meine persönliche Erfahrungen: Surfen wird nicht eine meiner Lieblingssportarten werden, man muss weniger Angst vor giftigen Tieren haben als gedacht, ich bin nicht fürs Outback geschaffen (es ist mir einfach zu einsam) und pauschale Aussagen über ein Land oder die Leute darin treffen nur selten zu. Wäre ja auch irgendwie seltsam, wenn es so wäre. Außerdem freue ich mich tatsächlich wieder auf Länder die einen größeren kulturellen Kontrast zu Deutschland haben, auch wenn sie noch nicht so weit entwickelt sind. Aber zuerst einmal machen wir noch einen Abstecher nach Neuseeland. Ein Land, dass ebenfalls sehr gelassene, gastfreundliche und offene Bewohner und vor allem beeindruckende Landschaften haben soll. Mal sehen was davon alles zutrifft und was nicht :-).
Zum Fotoalbum
Ich bin aber mittlerweile auch davon überzeugt, dass die Eindrücke, die man von einem Ort hat von sehr vielen Faktoren abhängig sind. Welche Erwartungshaltung man hat, in welcher Stimmungslage man gerade selber ist, welche Menschen man trifft und auch wie das Essen, die Unterkunft und das Wetter sind. In Brisbane waren unsere Erwartungen sehr gering und wir fanden es dann doch richtig schön. Für Sydney waren meine Erwartungen wahrscheinlich viel zu hoch. Außerdem ist Sydney Endstation unserer Australienreise und wir sind nach knapp 5000 gefahrenen Kilometern etwas reisemüde.
Bestimmt finden die meisten Menschen Sydney fantastisch. Wenn ich mir die Bilder noch mal anschaue sind auch wirklich einige schöne dabei. Die Oper sieht von der Harbour Bridge aus richtig gut aus und auch die Harbour Bridge selber ist recht beeindruckend. Wenn ich aber früher oft gedacht habe in Sydney wohnen wäre bestimmt eine tolle Sache, würde ich nach eineinhalb Wochen in Sydney nicht mehr hier wohnen wollen. Mit dem Auto hier unterwegs zu sein ist sehr nervig und teuer (je nachdem wo man hinmöchte). Einmal Tunnelbenutzung kostet knapp 5 Dollar und hier wohnen ist fast unbezahlbar. Viele junge Leute wohnen mit Mitte zwanzig noch zuhause, weil sie sich keine eigene Wohnung leisten können. Manche von ihnen haben zwei oder drei Jobs.
Wir nutzen die Zeit hauptsächlich um unser Auto fit zu machen und es so schnell wie möglich zu verkaufen. Natürlich schauen wir uns auch die Highlights in Sydney an und gehen zum Bondi Beach surfen. Wir besuchen Sebastians Verwandtschaft, die wirklich sehr nett ist und mit denen wir unser Englisch noch etwas verbessern können. Und im Hostel lernen wir jede Menge junger, naiver Backpacker kennen, die teilweise mit völlig falschen Erwartungen nach Australien kommen. So easy wie man denkt ist es in Australien dann doch nicht.
Neun Wochen waren wir insgesamt in Australien unterwegs. Bisher unser längster Aufenthalt in ein und demselben Land. Was verständlich ist wenn man sich die Länder nochmal auf der Karte anschaut. Australien ist einfach riesig, hat aber nur knapp 23 Mio. Einwohner, ca. ein Viertel der Einwohner von Deutschland. Dabei ist Australien von der Fläche mehr als zwanzig mal so groß. Kein Wunder, dass man an vielen Ecken keine Menschenseele trifft. 4,5 Mio. Menschen leben übrigens in Sydney. Den Australiern scheint es hier anscheinend ausgesprochen gut zu gefallen.
Was nach neun Wochen für ein Eindruck bleibt: Atemberaubende Natur, fantastische Tierwelt, extrem weitläufig, manchmal fast ein bisschen zu einsam und nicht alle Australier sind so gelassen wie man sagt. Meine persönliche Erfahrungen: Surfen wird nicht eine meiner Lieblingssportarten werden, man muss weniger Angst vor giftigen Tieren haben als gedacht, ich bin nicht fürs Outback geschaffen (es ist mir einfach zu einsam) und pauschale Aussagen über ein Land oder die Leute darin treffen nur selten zu. Wäre ja auch irgendwie seltsam, wenn es so wäre. Außerdem freue ich mich tatsächlich wieder auf Länder die einen größeren kulturellen Kontrast zu Deutschland haben, auch wenn sie noch nicht so weit entwickelt sind. Aber zuerst einmal machen wir noch einen Abstecher nach Neuseeland. Ein Land, dass ebenfalls sehr gelassene, gastfreundliche und offene Bewohner und vor allem beeindruckende Landschaften haben soll. Mal sehen was davon alles zutrifft und was nicht :-).
Zum Fotoalbum
Montag, 4. November 2013
Hunter Valley & Blue Mountains
Die letzten beiden Stopps vor Sydney - das Hunter Valley und die Blue Mountains. Das Hunter Valley ist eine der bekanntesten Weinregionen in Australien und für uns aus der Pfalz natürlich besonders interessant. Ein bißchen Heimatfeeling kommt sogar auf, obwohl die Weinberge etwas anders aussehen als bei uns. Das Hunter Valley ist sehr auf Tourismus ausgelegt. Es gibt protzige Vinotheken, in denen man den Wein probieren und kaufen kann. Wir probieren Weine von zwei Weingütern, eins davon ist das älteste Weingut im Hunter Valley. Ich muss leider sagen, der australische Wein ist nicht so mein Ding. Teilweise recht säuerlich. Der nette Mann in der Vinothek hält den australischen Wein trotzdem für den besseren Wein, im Vergleich zum Deutschen, da die Australier keinen Zucker zusetzen (es ist gesetzlich verboten).
Außerdem probieren wir Hunter Valley Schokolade und Oliven und fahren zum Käseshop. Alles in allem ganz nett, aber viel zu touristisch. Man kann teure Touren im Hunter Valley buchen, aber ich denke das lohnt sich nicht. Es lässt sich sehr gut auf eigene Faust erkunden. In der Touristeninformation erhält man eine übersichtliche Karte über das kpl. Valley.
Wir fahren noch am gleichen Tag weiter in die Blue Mountains, knapp drei Stunden Fahrzeit. In den Blue Mountains haben vor einigen Tagen noch die üblen Waldbrände gewütet und einige gibt es jetzt noch, aber diese sind zu mindestens derzeit unter Kontrolle. Es sind dabei zum Glück nur wenige Menschen ums Leben gekommen. Ein alter Mann hat einen Herzinfarkt erlitten und ein Löschflugzeug ist abgestürzt. Es wurden aber wohl schätzungsweise 1 Mio. Tiere getötet. Sydney selber war nicht betroffen. Die Blue Mountains sind ca. eineinhalb Stunden von Sydney entfernt. In der Gegend von Katoomba und Blackheath, in der wir gerade sind, sieht man überhaupt nichts davon. Kein Rauch und auch keine verkohlten Wälder. Alle Trekkingpfade sind geöffnet, nur ein Tal weiter nördlich ist noch gesperrt.
Die Blue Mountains heißen tatsächlich Blue Mountains, weil sie blau schimmern sollen. Dieser Farbeffekt soll durch das Eukalyptusöl was von den Bäumen ausgedünstet wird entstehen. Auf den ersten Blick wäre uns das nicht wirklich aufgefallen, aber wenn man drauf achtet sieht man manchmal tatsächlich eine etwas bläuliche Farbe. In den Blue Mountains hat man so einen Wow-Effekt. Man fährt durch den Ort zum Echo Point, ein Aussichtspunkt in Katoomba, und hat auf einmal Blick auf ein riesiges Tal und die Felswände der Blue Mountains und die berühmten Three Sisters (drei nebeneinander stehende Felsformationen). Die Blue Mountains sind neben dem Whiteheaven Beach und den Walleman Fall, das Highlight unsere Australienreise und ein Mekka für Wanderer. Wir bleiben drei Nächte und machen zwei tolle Touren. Am ersten Tag erklimmen wir den Giant Stairway. Wir zählen 907 Stufen. Dadurch wird der zweite Tag dann doch etwas mühselig, aber trotzdem schön.
Ein bisschen kam es mir vor, als wenn wir schon wieder in Deutschland wären. Die Temperaturen sinken hier nachts auf 6 Grad ab. Gegen Abend haben wir gerade noch 12 Grad. Zum Glück geht es heute zurück ins warme Sydney, wo wir erst mal wieder auftauen müssen.
Zum Fotoalbum
Außerdem probieren wir Hunter Valley Schokolade und Oliven und fahren zum Käseshop. Alles in allem ganz nett, aber viel zu touristisch. Man kann teure Touren im Hunter Valley buchen, aber ich denke das lohnt sich nicht. Es lässt sich sehr gut auf eigene Faust erkunden. In der Touristeninformation erhält man eine übersichtliche Karte über das kpl. Valley.
Wir fahren noch am gleichen Tag weiter in die Blue Mountains, knapp drei Stunden Fahrzeit. In den Blue Mountains haben vor einigen Tagen noch die üblen Waldbrände gewütet und einige gibt es jetzt noch, aber diese sind zu mindestens derzeit unter Kontrolle. Es sind dabei zum Glück nur wenige Menschen ums Leben gekommen. Ein alter Mann hat einen Herzinfarkt erlitten und ein Löschflugzeug ist abgestürzt. Es wurden aber wohl schätzungsweise 1 Mio. Tiere getötet. Sydney selber war nicht betroffen. Die Blue Mountains sind ca. eineinhalb Stunden von Sydney entfernt. In der Gegend von Katoomba und Blackheath, in der wir gerade sind, sieht man überhaupt nichts davon. Kein Rauch und auch keine verkohlten Wälder. Alle Trekkingpfade sind geöffnet, nur ein Tal weiter nördlich ist noch gesperrt.
Die Blue Mountains heißen tatsächlich Blue Mountains, weil sie blau schimmern sollen. Dieser Farbeffekt soll durch das Eukalyptusöl was von den Bäumen ausgedünstet wird entstehen. Auf den ersten Blick wäre uns das nicht wirklich aufgefallen, aber wenn man drauf achtet sieht man manchmal tatsächlich eine etwas bläuliche Farbe. In den Blue Mountains hat man so einen Wow-Effekt. Man fährt durch den Ort zum Echo Point, ein Aussichtspunkt in Katoomba, und hat auf einmal Blick auf ein riesiges Tal und die Felswände der Blue Mountains und die berühmten Three Sisters (drei nebeneinander stehende Felsformationen). Die Blue Mountains sind neben dem Whiteheaven Beach und den Walleman Fall, das Highlight unsere Australienreise und ein Mekka für Wanderer. Wir bleiben drei Nächte und machen zwei tolle Touren. Am ersten Tag erklimmen wir den Giant Stairway. Wir zählen 907 Stufen. Dadurch wird der zweite Tag dann doch etwas mühselig, aber trotzdem schön.
Ein bisschen kam es mir vor, als wenn wir schon wieder in Deutschland wären. Die Temperaturen sinken hier nachts auf 6 Grad ab. Gegen Abend haben wir gerade noch 12 Grad. Zum Glück geht es heute zurück ins warme Sydney, wo wir erst mal wieder auftauen müssen.
Zum Fotoalbum
Donnerstag, 31. Oktober 2013
Besuch bei den Koalas
Zwei Tage haben wir in Byron Bay verbracht. Eine tolle Gegend. Byron Bay hat wieder ein ganz anderes Flair als Surfers Paradise. Hier sollte man sich auf jeden Fall mindestens zwei Tage Zeit nehmen. Wir haben ein paar schöne Fotos gemacht und vom Leuchtturm aus konnten wir tatsächlich nochmal Buckelwale vorbei schwimmen sehen.
Etwas weiter südlich in Port Macquiere wollen wir noch die Chance nutzen Koalas zu sehen. Bis jetzt haben wir Wallabies, ein Kängeru, Platypuse, ein Opossum, Varane, Emus, tatsächlich nur zwei Schlangen, Pelikane, Schildkröten und wahnsinnig viele tolle, teilweise knallbunte Vögel gesehen. Der hässlichste und nervigste Vogel, von denen es hier unzählige gibt, ist der Busch Truthhahn. Der Schönste, finde ich, ist der Rosakakadu, ein weißer Kakadu mit rosaner Brust. Ich hab noch nie einen rosanen Vogel gesehen. Der sah aus wie angemalt. Wunderschön.
Ich wusste übrigens vorher nicht, dass es einen Unterschied zwischen den kleinen Kängerus (die Wallabies genannt werden) und den richtigen großen Kängerus gibt, bis es uns ein Australier erzählt hat. Beides haben wir auf Campingplätzen gesehen. Wir sitzten beim Frühstück und ein paar Meter neben uns hüpft einfach mal ein riesiges Kängeru vorbei. Das ist das Tolle am Campen. Man ist mitten in der Natur. Das Tier war bestimmt so groß wie Sebastian, wenn es aufrecht steht. Der Australier meinte auch, die Tiere könnten einen mit ihren Pfoten greifen und schütteln. Was wohl eher nicht so angenehm ist. Ein Freund von ihm hat eine Narbe vom Hals bis zum Bauchnabel, weil ihn ein Känguru gekratzt hat. Das auf dem Campingplatz sah aber nicht sehr angriffslustig aus.
Koalas haben wir leider keine in freier Natur gesehen. In den Zoo gehen ist nicht so unser Ding, deswegen wollen wir in Port Macquiere ins Koala Hospital. Hier kann man Tiere sehen, die behandelt und wieder freigelassen werden. Leider werden bei Buschbränden viele Koalas verletzt oder getötet, da sie hoch in die Bäume flüchten, wo sie sich sicher fühlen.
Auf jeden Fall wollen wir heute dorthin, haben aber noch etwas Zeit, weil die interessante Fütterung erst um drei ist. Wir laufen einen Pfad entlang der Küste, als wir es schon entfernt Donnern hören. Anfangs denke ich, kein Problem das ist noch ewig weit weg, aber das Unwetter zieht auf einmal recht schnell in unsere Richtung. Es blitzt und donnert, nicht weit von uns entfernt. Wir schaffen es zum Glück noch rechtzeitig ins Auto und fahren zum Aussichtspunkt, um das Unwetter über dem Meer zu sehen. Hier stehen bereits viele Leute mit großen Kameras. Nach fünf Minuten geht es dann richtig los. Erst regnet es etwas und dann immer heftiger. Wir verlassen den Aussichtspunkt, kommen aber nicht mehr weit. Es fängt so stark an zu hageln, dass die Autofahrer versuchen ihre Autos unter den Bäumen zu schützen. Wir reihen uns hinten ein, aber die Bäume bieten wenig Schutz. Wir sitzen im Auto und ich denke nur, das kann die Windschutzscheibe nicht lange aushalten. 2cm große Hagelkörner knallen mit voller Wucht auf unser Auto herab. So große Hagelkörner haben wir beide noch nicht gesehen. Aber das Auto hält mehr aus als gedacht. Einige kleinere Dellen hat es abbekommen, aber das ist nicht so dramatisch. Eigentlich hatte der Tag recht langweilig angefangen, weil das Wetter so trüb war. Jetzt hatten wir doch noch ein bisschen Action.
Um drei Uhr gehts ins Koalahospital. Hier ist es eher gemütlich. Die Tiere sind recht langsam unterwegs. Koalas sehen wirklich aus, als wenn man ein Stofftier in den Baum gesetzt hätte. Es gibt ja schon wirklich tolle Tiere. Ich kenne kein Vergleichbareres. Man möchte sie am liebsten knuddeln, aber ich denke es ist besser, dass das hier nicht erlaubt ist. Wir bleiben eine Stunde, schauen den Koalas zu und fahren dann noch ein Stück weiter Richtung Sydney.
Zum Fotoalbum
Etwas weiter südlich in Port Macquiere wollen wir noch die Chance nutzen Koalas zu sehen. Bis jetzt haben wir Wallabies, ein Kängeru, Platypuse, ein Opossum, Varane, Emus, tatsächlich nur zwei Schlangen, Pelikane, Schildkröten und wahnsinnig viele tolle, teilweise knallbunte Vögel gesehen. Der hässlichste und nervigste Vogel, von denen es hier unzählige gibt, ist der Busch Truthhahn. Der Schönste, finde ich, ist der Rosakakadu, ein weißer Kakadu mit rosaner Brust. Ich hab noch nie einen rosanen Vogel gesehen. Der sah aus wie angemalt. Wunderschön.
Ich wusste übrigens vorher nicht, dass es einen Unterschied zwischen den kleinen Kängerus (die Wallabies genannt werden) und den richtigen großen Kängerus gibt, bis es uns ein Australier erzählt hat. Beides haben wir auf Campingplätzen gesehen. Wir sitzten beim Frühstück und ein paar Meter neben uns hüpft einfach mal ein riesiges Kängeru vorbei. Das ist das Tolle am Campen. Man ist mitten in der Natur. Das Tier war bestimmt so groß wie Sebastian, wenn es aufrecht steht. Der Australier meinte auch, die Tiere könnten einen mit ihren Pfoten greifen und schütteln. Was wohl eher nicht so angenehm ist. Ein Freund von ihm hat eine Narbe vom Hals bis zum Bauchnabel, weil ihn ein Känguru gekratzt hat. Das auf dem Campingplatz sah aber nicht sehr angriffslustig aus.
Koalas haben wir leider keine in freier Natur gesehen. In den Zoo gehen ist nicht so unser Ding, deswegen wollen wir in Port Macquiere ins Koala Hospital. Hier kann man Tiere sehen, die behandelt und wieder freigelassen werden. Leider werden bei Buschbränden viele Koalas verletzt oder getötet, da sie hoch in die Bäume flüchten, wo sie sich sicher fühlen.
Auf jeden Fall wollen wir heute dorthin, haben aber noch etwas Zeit, weil die interessante Fütterung erst um drei ist. Wir laufen einen Pfad entlang der Küste, als wir es schon entfernt Donnern hören. Anfangs denke ich, kein Problem das ist noch ewig weit weg, aber das Unwetter zieht auf einmal recht schnell in unsere Richtung. Es blitzt und donnert, nicht weit von uns entfernt. Wir schaffen es zum Glück noch rechtzeitig ins Auto und fahren zum Aussichtspunkt, um das Unwetter über dem Meer zu sehen. Hier stehen bereits viele Leute mit großen Kameras. Nach fünf Minuten geht es dann richtig los. Erst regnet es etwas und dann immer heftiger. Wir verlassen den Aussichtspunkt, kommen aber nicht mehr weit. Es fängt so stark an zu hageln, dass die Autofahrer versuchen ihre Autos unter den Bäumen zu schützen. Wir reihen uns hinten ein, aber die Bäume bieten wenig Schutz. Wir sitzen im Auto und ich denke nur, das kann die Windschutzscheibe nicht lange aushalten. 2cm große Hagelkörner knallen mit voller Wucht auf unser Auto herab. So große Hagelkörner haben wir beide noch nicht gesehen. Aber das Auto hält mehr aus als gedacht. Einige kleinere Dellen hat es abbekommen, aber das ist nicht so dramatisch. Eigentlich hatte der Tag recht langweilig angefangen, weil das Wetter so trüb war. Jetzt hatten wir doch noch ein bisschen Action.
Um drei Uhr gehts ins Koalahospital. Hier ist es eher gemütlich. Die Tiere sind recht langsam unterwegs. Koalas sehen wirklich aus, als wenn man ein Stofftier in den Baum gesetzt hätte. Es gibt ja schon wirklich tolle Tiere. Ich kenne kein Vergleichbareres. Man möchte sie am liebsten knuddeln, aber ich denke es ist besser, dass das hier nicht erlaubt ist. Wir bleiben eine Stunde, schauen den Koalas zu und fahren dann noch ein Stück weiter Richtung Sydney.
Zum Fotoalbum
Sonntag, 27. Oktober 2013
Einmal Brisbane und zurück
Zwischen Fraser Island und Brisbane gibt es eigentlich nicht mehr viel Interessantes, zu mindestens für unseren Geschmack. Die Leute die an der Sunshine Coast wohnen, würden jetzt wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aber für Reisende von Cairns nach Brisbane sieht die Sunshine Coast genauso aus wie schon viele Strände vorher. Wir machen noch einen kurzen Abstecher zu den Glasshouse Mountains, schon alleine weil sich der Name so interessant anhört und erreichen dann schon Brisbane.
Auf dem Weg nach Brisbane hält plötzlich, mitten auf dem Highway, ein Auto ziemlich abrupt vor einem Apollo Wohnwagen (bestimmt deutsche Urlauber). Der Fahrer steigt aus und schreit wütend und wild gestikulierend auf den Apollo Camper ein. Wir sind anscheinend nicht die Einzigen die den Unmut der australischen Autofahrer auf sich ziehen. Peter (der Australier mit dem wir auf Fraser Island unterwegs waren) hat uns bestätigt, dass die Australier im Straßenverkehr wohl wirklich nicht besonders geduldig sind. Obwohl ich sagen muss, der Fahrer des weißen Subaru auf den wir heute frontal zugefahren sind, weil Sebastian (mir ist es übrigens auch nicht aufgefallen) nach sechs Wochen Australien mal wieder rechts fahren wollte, hat eigentlich ganz relaxt reagiert.
Von den Glasshouse Mountains wollen wir also noch kurz zwei besteigen, da diese "nur" Hügel in der Landschaft sind. Der Höhere ist etwas um die fünfhundert Meter hoch. Leider hat dieser tatsächlich eine so blöde Stelle zum Klettern, dass ich es nicht auf den Gipfel schaffe bzw. mich ohne Seil nicht traue, da es hinter mir steil runter geht. Da besteigt man Berge mit fast dreittausend Metern und dann muss man vor einem fünfhundert Meter Hügel kapitulieren :-).
Von Brisbane haben wir fast nur Negatives gehört. 'Nichts Besonders' oder 'Brisbane ist Scheiße'. Wir fahren trotzdem hin und vll. liegt es auch daran, dass unsere Erwartungen deswegen ziemlich im Keller waren, aber wir fanden Brisbane gar nicht so schlecht. Wir machen den im Lonley Planet (der Reiseführer) beschriebenen Stadtrundgang und sehen wohl die schönsten Ecken von Brisbane. Der schöne Teil konzentriert sich hauptsächlich aufs Zentrum und den Fluss, den Brisbane River, der durch die Stadt geht. Ein Tag reicht dafür auf jeden Fall aus, aber ich finde Brisbane ist einen Stopp wert.
Das war der letzte sonnige Tag und danach erleben wir zum ersten Mal in Australien und zum ersten Mal überhaupt seit Langem, einen regnerischen Tag. Wir fahren noch an der Gold Coast entlang und finden mit Surfers Paradise und Umgebung auch endlich die hässlichen, mit Hotelbunkern zugebauten Strände und Städte. Ich frag mich warum Surfers Paradise so berühmt ist. Dafür brauchen wir nur ca. 30 min, um ein Erinnerungsfoto zu machen und dann fahren wir auch gleich weiter. Den regnerischen Tag lassen wir in der Gegend vom Mount Warning (ein Rest eines erloschener Vulkan, der angeblich von knapp 60.000 Leuten pro Jahr bestiegen wird) ausklingen, in der Hoffnung ihn morgen ohne Regen besteigen zu können. Wir haben Glück und es bleibt trocken. Allerdings ist die Sicht dort oben nicht so fantastisch wie beschrieben. Es ist dermaßen neblig, dass man überhaupt nichts sieht. Das Essen in Australien ist immer reichlich, da wir selber kochen, also haben wir wenigstens unser Sportprogramm für heute erfüllt.
Der Mount Warning ist auch so bekannt, weil Kaptän Cook ihn so benannt hat. Der Berg ist vom Meer aus zu sehen und galt als eine Warnung für Seefahrer, damit sie nicht gegen die Landzunge, Point Danger, fahren. Kapitän Cook und Steve Irvin sind die beiden Persönlichkeiten auf die man an der Ostküste immer wieder stößt. Kaptän Cook in Verbindung mit dem Jahr 1770, als er die Ostküste erkundete. Steve Irwin ist der Verrückte Tiernarr, dessen Sendung auch eine zeitlang im deutschen Fernsehen lief. Er war mit gefährlichen Tieren zu sehen. Markaberer Weise wurde er von einem riesigen Rochen getötet, der ihm seinen Stachel direkt ins Herz rammte, als er über ihm schnorchelte. Er ist hier eine Ikone und war Besitzer des berühmten Australia Zoo, den jetzt seine Familie weiter betreibt.
Der Mount Warning ist auch so bekannt, weil Kaptän Cook ihn so benannt hat. Der Berg ist vom Meer aus zu sehen und galt als eine Warnung für Seefahrer, damit sie nicht gegen die Landzunge, Point Danger, fahren. Kapitän Cook und Steve Irvin sind die beiden Persönlichkeiten auf die man an der Ostküste immer wieder stößt. Kaptän Cook in Verbindung mit dem Jahr 1770, als er die Ostküste erkundete. Steve Irwin ist der Verrückte Tiernarr, dessen Sendung auch eine zeitlang im deutschen Fernsehen lief. Er war mit gefährlichen Tieren zu sehen. Markaberer Weise wurde er von einem riesigen Rochen getötet, der ihm seinen Stachel direkt ins Herz rammte, als er über ihm schnorchelte. Er ist hier eine Ikone und war Besitzer des berühmten Australia Zoo, den jetzt seine Familie weiter betreibt.
Nach der Besteigung des Mount Warning fahren wir wieder knapp hundert Kilometer zurück nach Brisbane, um unsere vergessenen Klamotten von der Wäscheleinen des Campingplatz zu holen und weiter gehts Richtung Sydney, mit dem nächsten geplanten Stopp in Byron Bay.
Zum Fotoalbum
Dienstag, 22. Oktober 2013
1770 & Fraser Coast
Angekommen in 1770! Ein kleiner Ort direkt am Strand. Wir waren bei den Whitsundays Stand up paddeln und dort hat man uns 1770 empfohlen, falls wir surfen wollen. Der Preis für einen Surfkurs ist für Australien der absolute Hammer: 22 Dollar für drei Stunden. Wir sind zu zehnt (davon acht Deutsche). Die Einführung geht allerdings recht schnell (you get what you pay for): Aufs Bord legen, wenn eine Welle kommt mit den Händen den Oberkörper nach oben drücken und dann aufspringen und auf dem Bord balancieren, solange man auf der Welle reitet. Das balancieren ist auch gar nicht sooo schwierig wie man denkt. Das Dumme ist nur man kommt meist erst gar nicht so weit. Die Wellen sind so heftig, dass man mit jeder Welle wieder zurückgeworfen wird oder wenn man Pech hat samt Bord unter Wasser gedrückt wird.
Wir versuchen unzählige Male raus aufs Wasser zu kommen, aber wir schaffen es nur selten. Die Wellen sind einfach zu groß. Wenn man sich gerade freut, weil man es fast weit genug raus geschafft hat, rollt so ein riesen Teil auf einen zu und man denkt nur 'oh no nicht schon wieder' und dann ist man wieder am Strand und fängt von vorne an. Wir hatten keine großen Erwartungen. Uns war bewusst, dass man nicht gleich auf den Wellen reiten wird, aber so anstrengend hatten wir es uns nicht vorgestellt. Nach eineinhalb Stunden hat man kaum noch Kraft um aufs Bord zu kommen. Ich habe mindestens zwei Liter Salzwasser geschluckt und wir haben beide Blessuren an Armen und Beinen. Am nächsten Tag spüren wir jeden einzelnen Muskel. Surfen ist auf jeden Fall ein Ganzkörpertraining, zumindest für Anfänger. Es war etwas deprimierend, aber wir werden es sicher nochmal probieren wenn alle Wunden verheilt sind :-).
Nächster Stop ist schon Hervey Bay. Von August bis Oktober kommen hier tausende Humpbock Whales (Buckelwale) mit ihren Babywalen vorbei. Riesige Tiere. Bis zu 15m lang und 45 Tonnen schwer. Der fünftgrößte Wal auf der Welt. Außerdem ist Hervey Bay der Ausgangspunkt zu Fraser Island, die größte Sandinsel der Welt. Interessant ist, dass die Insel fast komplett mit Regenwald bewachsen ist. Der Sand kann das Wasser wohl gut speichern. Und dass der Lake Mckenzie ein geschlossener See ist der nur durch Regenwasser gespeist wird. Allerdings fand ich ihn nicht besonders schön. Obwohl er auf dem Foto toll aussieht. Fraser Island ist so ähnlich wie das Great Barrier Reef. Man will einfach mal dort gewesen sein, wenn man schon mal in der Nähe ist. Wir entscheiden uns für eine Hummer (ein Geländewagen) Tour und dagegen selber zu fahren. Momentan ist der Sand so weich und tief, dass es sehr schwierig ist dort zu fahren. Leider gibt es aber einige Leute die selber fahren wollen. Das Dumme ist nur, dass sie es nicht richtig können und ständig bleibt irgendjemand im Sand stecken und alle anderen hinten dran warten müssen. Das macht das Ganze ziemlich zäh.
Viel gab es auf Fraser Island eigentlich nicht zu sehen. Regenwald und den bekannten 75 Mile Beach auf dem man kilometerweit mit dem Auto fährt. Und ein altes Schiffswrack. Das interessanteste an unserer Tour war aber eigentlich der Guide. Wir waren zu zweit mit ihm unterwegs und er hatte viel Interessantes zu erzählen. Manchmal sind die Menschen die man trifft spannender als der Ort an den man gerade reist. Insgesamt war es ein toller Tag für uns, aber wenn man nicht unbedingt Fan von Offroadtouren ist muss man sich überlegen ob es das wert ist. Ein Tag auf Fraser Island kostet immerhin ca. 200 Dollar pro Person.
Am nächsten Tag gehen wir auf Whalewatching Tour. Wir haben uns für einen kleinen Katamaran entschieden. Falls wir keine Wale sehen waren wir wenigstens segeln. Solche Touren wie Dolphin- oder Whalewatching sind ja oft auch etwas negativ behaftet, wenn man das Gefühl hat die Tiere werden gehetzt. Das Gefühl hatte ich bei dieser Tour nicht. Wir waren fast immer das einzige Boot und der Kapitän näherte sich nur ganz vorsichtig. Die Tiere kamen dann oft sogar selber näher ans Boot. Man sieht zwar nur den Rücken und vll. mal eine Flosse, aber diese riesigen Kollosse sind wirklich tolle Tiere. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt und wir hatten Glück noch sehr viele von ihnen anzutreffen, obwohl es schon das Ende der Saison ist. Ein echtes Highlight was man in Australien zwischen August und Oktober nicht verpassen sollte.
Zum Fotoalbum
Wir versuchen unzählige Male raus aufs Wasser zu kommen, aber wir schaffen es nur selten. Die Wellen sind einfach zu groß. Wenn man sich gerade freut, weil man es fast weit genug raus geschafft hat, rollt so ein riesen Teil auf einen zu und man denkt nur 'oh no nicht schon wieder' und dann ist man wieder am Strand und fängt von vorne an. Wir hatten keine großen Erwartungen. Uns war bewusst, dass man nicht gleich auf den Wellen reiten wird, aber so anstrengend hatten wir es uns nicht vorgestellt. Nach eineinhalb Stunden hat man kaum noch Kraft um aufs Bord zu kommen. Ich habe mindestens zwei Liter Salzwasser geschluckt und wir haben beide Blessuren an Armen und Beinen. Am nächsten Tag spüren wir jeden einzelnen Muskel. Surfen ist auf jeden Fall ein Ganzkörpertraining, zumindest für Anfänger. Es war etwas deprimierend, aber wir werden es sicher nochmal probieren wenn alle Wunden verheilt sind :-).
Nächster Stop ist schon Hervey Bay. Von August bis Oktober kommen hier tausende Humpbock Whales (Buckelwale) mit ihren Babywalen vorbei. Riesige Tiere. Bis zu 15m lang und 45 Tonnen schwer. Der fünftgrößte Wal auf der Welt. Außerdem ist Hervey Bay der Ausgangspunkt zu Fraser Island, die größte Sandinsel der Welt. Interessant ist, dass die Insel fast komplett mit Regenwald bewachsen ist. Der Sand kann das Wasser wohl gut speichern. Und dass der Lake Mckenzie ein geschlossener See ist der nur durch Regenwasser gespeist wird. Allerdings fand ich ihn nicht besonders schön. Obwohl er auf dem Foto toll aussieht. Fraser Island ist so ähnlich wie das Great Barrier Reef. Man will einfach mal dort gewesen sein, wenn man schon mal in der Nähe ist. Wir entscheiden uns für eine Hummer (ein Geländewagen) Tour und dagegen selber zu fahren. Momentan ist der Sand so weich und tief, dass es sehr schwierig ist dort zu fahren. Leider gibt es aber einige Leute die selber fahren wollen. Das Dumme ist nur, dass sie es nicht richtig können und ständig bleibt irgendjemand im Sand stecken und alle anderen hinten dran warten müssen. Das macht das Ganze ziemlich zäh.
Viel gab es auf Fraser Island eigentlich nicht zu sehen. Regenwald und den bekannten 75 Mile Beach auf dem man kilometerweit mit dem Auto fährt. Und ein altes Schiffswrack. Das interessanteste an unserer Tour war aber eigentlich der Guide. Wir waren zu zweit mit ihm unterwegs und er hatte viel Interessantes zu erzählen. Manchmal sind die Menschen die man trifft spannender als der Ort an den man gerade reist. Insgesamt war es ein toller Tag für uns, aber wenn man nicht unbedingt Fan von Offroadtouren ist muss man sich überlegen ob es das wert ist. Ein Tag auf Fraser Island kostet immerhin ca. 200 Dollar pro Person.
Am nächsten Tag gehen wir auf Whalewatching Tour. Wir haben uns für einen kleinen Katamaran entschieden. Falls wir keine Wale sehen waren wir wenigstens segeln. Solche Touren wie Dolphin- oder Whalewatching sind ja oft auch etwas negativ behaftet, wenn man das Gefühl hat die Tiere werden gehetzt. Das Gefühl hatte ich bei dieser Tour nicht. Wir waren fast immer das einzige Boot und der Kapitän näherte sich nur ganz vorsichtig. Die Tiere kamen dann oft sogar selber näher ans Boot. Man sieht zwar nur den Rücken und vll. mal eine Flosse, aber diese riesigen Kollosse sind wirklich tolle Tiere. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt und wir hatten Glück noch sehr viele von ihnen anzutreffen, obwohl es schon das Ende der Saison ist. Ein echtes Highlight was man in Australien zwischen August und Oktober nicht verpassen sollte.
Zum Fotoalbum
Donnerstag, 17. Oktober 2013
Auf der Jagd nach dem Platypus
Der Eungella Nationalpark ist bekannt für seine äußerst seltenen Platypuse. Sebastian überzeugt mich davon, dass wir diese unbedingt sehen müssen. Am Broken River gibt es eine Platypus Aussichtsplattform. Diese ist der weltweit beste Punkt um Platypuse zu sehen. Wenn man schon mal irgendwo ist wo es weltweit am Besten ist will man auch dort hin.
Wir kommen spät nachmittags in Eungella an. Eine schöne Gegend. Die nette Dame im Café versichert uns, dass wir hier sicher Platypuse sehen werden, morgens bis neun oder nachmittags. Also anscheinend ganz easy. Wir beschliesen morgen früh zur Aussichtsplattform zu gehen und verbringen den Abend auf einem recht schlechten Campingplatz (Explorers Haven), der aber eine so sensationelle Aussicht (vom Berg über das kpl. Tal) hat, dass ich ihn trotzdem empfehlen würde. Hier soll man auch jeden Morgen einen tollen Sonnenaufgang sehen. Übrigens wenn ihr im Urlaub deutschen Urlaubern aus dem Weg gehen wollt, kommt nicht nach Australien. Wir haben hier bis jetzt fast ausschließlich Deutsche getroffen und das deutsche Volk ist doch sehr kommunikativ ;-).
Um acht Uhr am nächsten Morgen gehts auf Platypussuche. Nach eineinhalb Stunden müssen wir leider feststellen, dass die Zeitangabe der netten Dame im Café wohl etwas daneben lag. Platypuse mögen anscheinend keine Sonne und um acht ist es schon viel zu sonnig und warm. Also machen wir eine gemütlichen Sonntagswanderung entlang des Broken River. Wir sind hier wieder alleine unterwegs und können am Fluss sitzen und die Ruhe genießen. Gegen Nachmittag gehts zurück auf Platypussuche. Das ist ein bißchen wie Pilze sammeln. Wenn einen einmal der Ehrgeiz gepackt hat, will man unbedingt einen finden.
Diesmal stehen zehn Leute mucksmäuschenstill auf der Plattform und glotzen aufs Wasser. Nichts! Kein Platypus! Mist. Nach zwei Stunden Beine in den Bauch stehen geben wir auf. Letzte Chance ist morgen früh, bevor es weiter zurück an die Ostküste geht. Diesmal wollen wir nichts dem Zufall überlassen und stehen um viertel nach fünf auf, um bei der Gelegenheit auch noch den Sonnenaufgang zu bewundern. Nicht so schön wie auf dem Mount Agung, aber trotzdem nicht schlecht. Um sechs Uhr stehen wir wieder auf der Aussichtsplattform. Und diesmal haben wir Glück. Zwei Platypuse planschen im Wasser herum. Ich bin etwas enttäuscht weil die Viecher viel kleiner sind als gedacht. Eher wie große Ratten. Trotzdem sehen sie nett aus und wir freuen uns sie doch noch gesehen zu haben. Leider ist es schwierig mit der spiegelnden Wasseroberfläche ein Foto zu machen. Vll. könnt ihr ihn ja trotzdem erkennen.
Nach den Frühstück geht es gleich weiter. Wir wollen heute eine etwas größere Strecke zurücklegen und mindestens bis Rockhampton fahren.
Zum Fotoalbum
Wir kommen spät nachmittags in Eungella an. Eine schöne Gegend. Die nette Dame im Café versichert uns, dass wir hier sicher Platypuse sehen werden, morgens bis neun oder nachmittags. Also anscheinend ganz easy. Wir beschliesen morgen früh zur Aussichtsplattform zu gehen und verbringen den Abend auf einem recht schlechten Campingplatz (Explorers Haven), der aber eine so sensationelle Aussicht (vom Berg über das kpl. Tal) hat, dass ich ihn trotzdem empfehlen würde. Hier soll man auch jeden Morgen einen tollen Sonnenaufgang sehen. Übrigens wenn ihr im Urlaub deutschen Urlaubern aus dem Weg gehen wollt, kommt nicht nach Australien. Wir haben hier bis jetzt fast ausschließlich Deutsche getroffen und das deutsche Volk ist doch sehr kommunikativ ;-).
Um acht Uhr am nächsten Morgen gehts auf Platypussuche. Nach eineinhalb Stunden müssen wir leider feststellen, dass die Zeitangabe der netten Dame im Café wohl etwas daneben lag. Platypuse mögen anscheinend keine Sonne und um acht ist es schon viel zu sonnig und warm. Also machen wir eine gemütlichen Sonntagswanderung entlang des Broken River. Wir sind hier wieder alleine unterwegs und können am Fluss sitzen und die Ruhe genießen. Gegen Nachmittag gehts zurück auf Platypussuche. Das ist ein bißchen wie Pilze sammeln. Wenn einen einmal der Ehrgeiz gepackt hat, will man unbedingt einen finden.
Diesmal stehen zehn Leute mucksmäuschenstill auf der Plattform und glotzen aufs Wasser. Nichts! Kein Platypus! Mist. Nach zwei Stunden Beine in den Bauch stehen geben wir auf. Letzte Chance ist morgen früh, bevor es weiter zurück an die Ostküste geht. Diesmal wollen wir nichts dem Zufall überlassen und stehen um viertel nach fünf auf, um bei der Gelegenheit auch noch den Sonnenaufgang zu bewundern. Nicht so schön wie auf dem Mount Agung, aber trotzdem nicht schlecht. Um sechs Uhr stehen wir wieder auf der Aussichtsplattform. Und diesmal haben wir Glück. Zwei Platypuse planschen im Wasser herum. Ich bin etwas enttäuscht weil die Viecher viel kleiner sind als gedacht. Eher wie große Ratten. Trotzdem sehen sie nett aus und wir freuen uns sie doch noch gesehen zu haben. Leider ist es schwierig mit der spiegelnden Wasseroberfläche ein Foto zu machen. Vll. könnt ihr ihn ja trotzdem erkennen.
Nach den Frühstück geht es gleich weiter. Wir wollen heute eine etwas größere Strecke zurücklegen und mindestens bis Rockhampton fahren.
Zum Fotoalbum
Montag, 14. Oktober 2013
Wallaman Falls und Whiteheaven Beach
Wenn ich eine Rangliste der schönsten Wasserfälle und der schönsten Strände der Welt hätte, würden diese beiden jetzt Platz 1 besetzen. Beide Orte sind wirklich ein Must Do für jeden Australienreisenden, der an der Ostküste unterwegs ist. Genauer genommen zwischen Cairns und Brisbane.
Um zum Wallaman Fall zu gelangen legen wir kurz vor Townsville einen Stop in Ingham ein. Von dort aus geht es am nächsten Morgen knapp 50 km westlich ins Inland. Das reicht schon aus um kaum noch einen Menschen zu treffen. An diesem Morgen ist außer uns nur noch ein weiterer Wanderer unterwegs, der sich schon auf dem Rückweg befindet. Australien hat an den etwas abgelegeneren Punkten anscheinemd wenig Probleme mit Massentourismus. In diesem riesigen Land scheint sich das sehr zu verteilen. Auf dem Weg zum Grund des Wasserfalls hätte ich mir fast schon ein paar mehr Menschen gewünscht. Da man hier wieder keinen Handyempfang hat, ist man ziemlich aufgeschmissen wenn etwas passiert. Man läuft auf jeden Fall etwas vorsichtiger durch die Gegend.
Der Wasserfall ist noch viel größer als der Wasserfall auf Bali. Wir könnten stundenlang davor stehen und zusehen wie das Wasser mit viel Lärm herabrauscht, aber dafür ist es zu warm und wir treten nach knapp einer Stunde den Rückweg an. Durch Townsville fahren wir nur durch (da wir es nicht besonders schön finden) und direkt weiter Richtung Süden nach Airlie Beach, der Ausgangspunkt für die Whitsunday Islands. Hier ist es schon um einiges lebhafter. Die Whitsundays sind eines der Hauptziele von Backpackern. Einer der Strände, der Whitheaven Beach, gilt als einer der schönste in Australiens und der drittschönste auf der Welt (laut tripadvisor). Angeblich eines der meist fotografierten Motive Australiens.
Wir haben gelernt, dass Australien 8222 Inseln hat. Die Whitsundays bestehen allein aus 74 Inseln. Fraser Island ist die sechstgrößte. Aber die kommt erst weiter südlich. Wir buchen für den nächsten Tag eine Tour mit Ocean Rafting, die Schwesterfirma von Ocean Safari am Cape Tribulation. Beide sehr zu empfehlen. Nur das Mittagessen für 15 Dollar kann man sich sparen und lieber selber etwas mitnehmen. Vom Aussichtspunkt dem Hinley Inlet Lookout, hat man einen tollen Blick über den Whiteheaven Beach. Und ich muss sagen, dass ist mit Abstand der schönste Strand den ich je gesehen habe. Strahlend weißer Puderzuckersand und türkisfarbene bis blaues glasklare Wasser, aber so großflächig wie sonst noch nirgendwo. Für mich als Strandliebhaber ein absolutes Highlight. Das ist der erste Stand der auf Fotos nicht so toll aussieht wie in Natur. Fotos sehen schon toll aus, aber in natura ist er noch schöner.
Falls ihr mal an Australiens Ostküste kommt, kann ich euch diese beiden Naturwunder nur empfehlen! Falls es euch zu weit ist, haben wir ein paar Bilder hochgeladen (Siehe rechts).
Von den Whitsundays machen wir wieder einen Abstecher Richtung Westen ins Inland. Wir wollen in den Eungella Nationalpark. Das ist in Australien wirklich schön, man kann innerhalb einer Stunde vom Strand raus bzw. rein ins Hinterland mit Regenwald, Flüssen und weitläufigen Landschaften.
Mittwoch, 9. Oktober 2013
Snorkel the reef
Pünktlich um acht werden wir zu unserem Schnorcheltrip abgeholt. Hier am Cape Tribulation ist so wenig los, dass es nur einen Anbieter gibt der zweimal täglich 25 Personen zum Schnorcheln ans Riff bringt. Wir hoffen, dass das Riff hier noch etwas unberührter ist als in Cairns. Wir bekommen einen Wetsuit und fahren um halb neun mit einem kleinen Boot raus zum Riff. Eine halbe Stunde später können wir schon ins Wasser springen. Wir sind in der Nähe einer kleiner Sandbank, was das Schnorcheln sehr angenehm macht. Der Anbieter Ocean Safari ist sehr darum bemüht das Riff zu schützen. Er bittet mehrmals darum nichts anzufassen und die Insel nicht zu betreten.
Die Wassertemperatur soll bei 25 Grad liegen, aber wir frieren beide ganz schön. Egal. Da müssen wir jetzt durch, wir wollen ja schließlich das Great Barrier Reef sehen. Die 25 Personen verteilen sich sehr gut, so dass wir ungestört alleine durchs Wasser schwimmen können. Anfangs erscheint es recht eintönig. Es sind wenig Fische dort und die Korallen sind zwar etwas besser erhalten als in Cairns, aber auf Dauer ein bisschen langweilig.
Als wir fast schon wieder umkehren wollen sehen wir sie plötzlich: Eine große Schildkröte! Nein. Zwei! Drei! VIER große Schildkröten! Sowas sieht man eher selten. Toll! Die Tiere lassen sich überhaupt nicht von uns stören und wir können langsam mit ihnen durchs Wasser schwimmen. Eigentlich sind es ja "nur" Schildkröten, aber vier davon auf einmal in freier Natur zu sehen ist sehr beeindruckend. Wir konnten auch ein schönes Foto machen (Siehe Bilder).
Nach dem Schnorcheltrip verlassen wir Cape Tribulation zurück Richtung Cairns. Die Camper hier sind gut ausgestattet und geben uns ein letztes Mal Starthilfe. Wir kommen ohne weitere Probleme nach Cairns und tauschen die Batterie. So wie es bis jetzt aussieht gibt es keine weiteren Probleme. Weiter gehts in die Tabellands, südwestlich von Cairns. Hier ist es wieder sehr weitläufig und auch ziemlich einsam. Wir übernachten in einem netten Rentner Caravanpark. Die Küche ist sehr gut ausgestattet. Fast alle Campingplätze haben eine Campingküche in der man gut kochen kann und die man oft für sich alleine hat, weil viele in ihren Wohnmobilen kochen. Auch die Duschen sind immer sehr sauber, besser als in vielen Hostels.
Unser Kombi hat soviel Platz, dass wir darin schlafen können. Wir haben uns für knapp 200 Dollar gut eingerichtet mit Matratze, Gardinen, Kühlboxen und zwei Gasplatten zum kochen, falls es mal keine Campingküche gibt. Australien ist wirklich ein Camperland. Es sind unzählige Wohnmobile unterwegs. Der Vorteil ist, dass man sehr flexibel ist. Man fährt einfach dort wo man übernachten möchte auf den nächsten Campingplatz und es ist fast immer ein Plätzchen frei. Manchmal kann man direkt am Strand übernachten oder in einem tollen Park.
Wir bleiben noch eine weitere Nacht in den Tabellands im Regenwald, im Paronellapark. Hier kann man abends 2000 Glühwürmchen sehen, wie sie sich ein- und ausschalten. Wenn man laut klatscht, ändern sie ihren Rhytmus. Wirklich spektalkulär. Obwohl man sich unter 2000 Stück irgendwie mehr vorstellt. Um nicht aus der Übung zu kommen machen wir noch eine kleine Trekkingtour auf den Mt. Baldy. Von dort hat man einen tollen Blick über die Tabelands. Anschließend geht es weiter Richtung Süden Townsville und Brisbane....
Freitag, 4. Oktober 2013
Mt. Sorrow Trail - Trekkingtour
Wir wollen spätestens um halb acht los da wir nicht einschätzen können ob wir wirklich 6 - 7 Stunden brauchen. Hoch motiviert sitzen wir mit unseren Trekkingklamotten im Auto und wollen losfahren. Leider kommt beim Versuch das Auto zu starten nur ein müdes Rattern. Batterie leer. Toll. Also wieder raus aus dem Auto und nach einem Helfer gesucht der uns Starthilfe gibt. Eine Stunde später sind wir dann endlich am Eintrittpunkt zum Mt. Sorrow Trail und wollen loslaufen.
Diesmal werden wir von einer Französin gestoppt die uns fragt ob wir uns auch ganz sicher sind, dass wir mit kurzen Hosen loslaufen wollen. Wir wissen erst gar nicht so genau was sie meint bis sie uns erklärt, dass es hier die giftigsten Schlangen der Welt gibt und dass sie alle eine lange Hose tragen trotz der Hitze (sie selber hat eine knallenge Jeans an) um im Falle eines Bisses bessere Überlebenschancen zu haben. Wir hatten uns vorher über giftige Tiere in Australien informiert und Unfälle mit Menschen sind wohl verhältnismäßig selten, da die Tiere sehr scheu sind. Wenn man sie nicht gerade übersieht und darauf tritt oder ihnen zu nahe kommt ist die Gefahr anscheinend eher gering gebissen zu werden. Trotzdem lassen wir uns von ihr überreden und es geht wieder zurück zum Auto.
Mittlerweile ist es neun Uhr, wir haben lange Hosen an und können jetzt endlich starten. Der Trail ist gut markiert und es sind einige andere Wanderer unterwegs. Ich verhalte mich etwas lauter als normal um eventuelle Schlangen zu verscheuchen. Nach 45 min denke ich noch ganz überheblich, dass die Beschreibung des Trails als extrem steil und schwierig wohl etwas übertrieben ist. Wir laufen ohne große Anstrengung durch den Regenwald. Es ähnelt ein bißchen den Cameron Highlands. Nach weiteren 30 min wissen wir dann warum der Trail als extrem steil beschrieben wird. Jetzt geht es wirklich EXTREM steil hoch. Einige Abschnitt kann man nur mit Hilfe eines Seils erklimmen. Das Ganze zieht sich doch ganz schön lange und mein Puls ist mindestens auf 180. Ich bin froh, dass wir atmungsaktive Trekkingsachen anhaben. Zum Glück ist es recht schattig. Für die Französin war das Risiko mit ihrer Jeans einen Hitzschlag zu bekommen wahrscheinlich wesentlich höher als von eine Schlange gebissen zu werden.
Nach knapp zwei Stunden kommen wir am Aussichtspunkt an und haben einen netten Blick auf das Cape Tribulation. Leider ist es etwas diesig. Die Beschreibung, dass man 6 - 7 Stunden braucht war etwas übertrieben, aber extrem steil trifft auf jeden Fall zu. Zurück brauchen wir noch mal genauso lange, da der Abstieg ziemlich mühselig ist. Es waren wieder wenige Tiere unterwegs. Ich muss aber zugeben wir haben tatsächlich eine kleine Schlange gesehen. Die war aber schneller weg als wir kucken konnten.
Am Auto angekommen erwartet uns leider wieder das gleiche Spielchen wie heute morgen. Batterie leer. Zum Glück kommt die Französin mit ihren Freunden kurz nach uns am Parkplatz an und gibt uns Starthilfe. In dieser Gegend gibt es nichts. Kein Geschäft (außer ein Minishop), keine Werkstatt. Es wird uns nichts anderes übrig bleiben als das Auto zu unserer Abreise erneut mit Starthilfe zu starten und dann auf dem Rückweg in Cairns eine neue Batterie zu besorgen in der Hoffnung, dass das das einzige Problem ist. Bis dahin brauchen wir erst mal kein Auto und unternehmen noch einen Schnorcheltrip ans Great Barrier Reef.
Diesmal werden wir von einer Französin gestoppt die uns fragt ob wir uns auch ganz sicher sind, dass wir mit kurzen Hosen loslaufen wollen. Wir wissen erst gar nicht so genau was sie meint bis sie uns erklärt, dass es hier die giftigsten Schlangen der Welt gibt und dass sie alle eine lange Hose tragen trotz der Hitze (sie selber hat eine knallenge Jeans an) um im Falle eines Bisses bessere Überlebenschancen zu haben. Wir hatten uns vorher über giftige Tiere in Australien informiert und Unfälle mit Menschen sind wohl verhältnismäßig selten, da die Tiere sehr scheu sind. Wenn man sie nicht gerade übersieht und darauf tritt oder ihnen zu nahe kommt ist die Gefahr anscheinend eher gering gebissen zu werden. Trotzdem lassen wir uns von ihr überreden und es geht wieder zurück zum Auto.
Mittlerweile ist es neun Uhr, wir haben lange Hosen an und können jetzt endlich starten. Der Trail ist gut markiert und es sind einige andere Wanderer unterwegs. Ich verhalte mich etwas lauter als normal um eventuelle Schlangen zu verscheuchen. Nach 45 min denke ich noch ganz überheblich, dass die Beschreibung des Trails als extrem steil und schwierig wohl etwas übertrieben ist. Wir laufen ohne große Anstrengung durch den Regenwald. Es ähnelt ein bißchen den Cameron Highlands. Nach weiteren 30 min wissen wir dann warum der Trail als extrem steil beschrieben wird. Jetzt geht es wirklich EXTREM steil hoch. Einige Abschnitt kann man nur mit Hilfe eines Seils erklimmen. Das Ganze zieht sich doch ganz schön lange und mein Puls ist mindestens auf 180. Ich bin froh, dass wir atmungsaktive Trekkingsachen anhaben. Zum Glück ist es recht schattig. Für die Französin war das Risiko mit ihrer Jeans einen Hitzschlag zu bekommen wahrscheinlich wesentlich höher als von eine Schlange gebissen zu werden.
Nach knapp zwei Stunden kommen wir am Aussichtspunkt an und haben einen netten Blick auf das Cape Tribulation. Leider ist es etwas diesig. Die Beschreibung, dass man 6 - 7 Stunden braucht war etwas übertrieben, aber extrem steil trifft auf jeden Fall zu. Zurück brauchen wir noch mal genauso lange, da der Abstieg ziemlich mühselig ist. Es waren wieder wenige Tiere unterwegs. Ich muss aber zugeben wir haben tatsächlich eine kleine Schlange gesehen. Die war aber schneller weg als wir kucken konnten.
Am Auto angekommen erwartet uns leider wieder das gleiche Spielchen wie heute morgen. Batterie leer. Zum Glück kommt die Französin mit ihren Freunden kurz nach uns am Parkplatz an und gibt uns Starthilfe. In dieser Gegend gibt es nichts. Kein Geschäft (außer ein Minishop), keine Werkstatt. Es wird uns nichts anderes übrig bleiben als das Auto zu unserer Abreise erneut mit Starthilfe zu starten und dann auf dem Rückweg in Cairns eine neue Batterie zu besorgen in der Hoffnung, dass das das einzige Problem ist. Bis dahin brauchen wir erst mal kein Auto und unternehmen noch einen Schnorcheltrip ans Great Barrier Reef.
Cape Tribulation
Nach einigen kleineren Startschwierigkeiten und knapp 3500 Dollar ärmer, ist unser neues Auto endlich registriert und versichert und wir verlassen Cairns. Unsere Route führt erst noch ein Stück Richtung Norden, wo wir zum Cape Tribulation wollen. Berühmt für den Regenwald und traumhafte Strände und die Tatsache, dass Kapitän Cook mit seinem Schiff gegen die Landzunge gefahren ist als er Australiens Ostküste erkundete.
Von Cairns aus fahren wir über Palm Cove vorbei an Port Douglas (beides sehr touristisch) bis zum Daintree River, den wir mit einer Autofähre überqueren müssen. Das ist die einzige Möglichkeit auf direktem Weg von Cairns zum Cape Tribulation zu gelangen. Jetzt merken wir so langsam wie weitläufig Australien ist. Wir fahren bald durch unbewohnte Gegenden und haben keinen Radioempfang mehr. Als auch der Handyempfang versagt wird uns bewusst, dass Cape Tribulation wohl in einer ziemlich abgelegene Gegend ist. Es ist der nördlichste Punkt an der Küste, den wir mit unserem Auto erreichen können. Ab da geht es nur noch mit Allradantrieb weiter nördlich. Da wir nicht mit dem Versagen unseres Handys gerechnet haben, stehen wir tatsächlich an einer Telefonzelle um zu klären wo noch ein Schlafplatz für uns frei ist. Ich glaube ich habe die letzten fünfzehn Jahr keine Telefonzelle mehr benutzt.
Hinter dem Fluss gelangen wir in den Daintree Rainforest. Ich bin etwas irritiert weil wir hier erneut auf den ältesten Regenwald der Welt treffen. Eigentlich waren wir in Malaysia im Taman Negara Nationalpark schon im ältesten Regenwald der Welt. Mmhh. Auf jeden Fall ist es für uns der erste Regenwald, der direkt an den Strand grenzt. Der Strand ist wirklich schön und hat mit dem Wald eine besondere Atmosphäre. Der Sand ist exterm fein. Ich hatte Australien nicht in erster Linie mit schönen Stränden in Verbindung gebracht, aber es gibt hier doch sehr viele davon. Die Sonne ist sehr stark, aber es geht meistens ein recht kühler Wind.
Die ganze Gegend am Cape Tribulation ist recht einsam, bis auf den gut besuchten Aussichtspunkt. Man fühlt sich etwas von der Außenwelt abgeschnitten, ohne Radio, Handy und Internet. Es ist ein bisschen abenteuerlich, auch weil man überall vor Krokodilen und am Strand auch vor Quallen gewarnt wird. Am Strand steht eine Flasche Essig bereit, falls es zu einer Berührung mit den Tieren kommt. Wir gehen hier aber eh nicht richtig ins Wasser und im Moment ist es so trocken, dass die Gefahr oder Chance ein Krokodil zu sehen wohl sehr gering ist. Die Gefahr, dass es ein Buschfeuer gibt ist wohl wesentlich höher.
Von hieraus starten wir morgen eine Trekkingtour die als extrem steil und schwierig beschrieben wird und ca. 6 - 7 Stunden dauern soll. Man soll auf keinen Fall nach 10 Uhr starten, 3 Liter pro Person mitnehmen und der Fitnesslevel sollte über dem Durchschnitt liegen. Diese Beschreibungen sind oft schwer einzuschätzen. Wir riskieren es einfach....
Von Cairns aus fahren wir über Palm Cove vorbei an Port Douglas (beides sehr touristisch) bis zum Daintree River, den wir mit einer Autofähre überqueren müssen. Das ist die einzige Möglichkeit auf direktem Weg von Cairns zum Cape Tribulation zu gelangen. Jetzt merken wir so langsam wie weitläufig Australien ist. Wir fahren bald durch unbewohnte Gegenden und haben keinen Radioempfang mehr. Als auch der Handyempfang versagt wird uns bewusst, dass Cape Tribulation wohl in einer ziemlich abgelegene Gegend ist. Es ist der nördlichste Punkt an der Küste, den wir mit unserem Auto erreichen können. Ab da geht es nur noch mit Allradantrieb weiter nördlich. Da wir nicht mit dem Versagen unseres Handys gerechnet haben, stehen wir tatsächlich an einer Telefonzelle um zu klären wo noch ein Schlafplatz für uns frei ist. Ich glaube ich habe die letzten fünfzehn Jahr keine Telefonzelle mehr benutzt.
Hinter dem Fluss gelangen wir in den Daintree Rainforest. Ich bin etwas irritiert weil wir hier erneut auf den ältesten Regenwald der Welt treffen. Eigentlich waren wir in Malaysia im Taman Negara Nationalpark schon im ältesten Regenwald der Welt. Mmhh. Auf jeden Fall ist es für uns der erste Regenwald, der direkt an den Strand grenzt. Der Strand ist wirklich schön und hat mit dem Wald eine besondere Atmosphäre. Der Sand ist exterm fein. Ich hatte Australien nicht in erster Linie mit schönen Stränden in Verbindung gebracht, aber es gibt hier doch sehr viele davon. Die Sonne ist sehr stark, aber es geht meistens ein recht kühler Wind.
Die ganze Gegend am Cape Tribulation ist recht einsam, bis auf den gut besuchten Aussichtspunkt. Man fühlt sich etwas von der Außenwelt abgeschnitten, ohne Radio, Handy und Internet. Es ist ein bisschen abenteuerlich, auch weil man überall vor Krokodilen und am Strand auch vor Quallen gewarnt wird. Am Strand steht eine Flasche Essig bereit, falls es zu einer Berührung mit den Tieren kommt. Wir gehen hier aber eh nicht richtig ins Wasser und im Moment ist es so trocken, dass die Gefahr oder Chance ein Krokodil zu sehen wohl sehr gering ist. Die Gefahr, dass es ein Buschfeuer gibt ist wohl wesentlich höher.
Von hieraus starten wir morgen eine Trekkingtour die als extrem steil und schwierig beschrieben wird und ca. 6 - 7 Stunden dauern soll. Man soll auf keinen Fall nach 10 Uhr starten, 3 Liter pro Person mitnehmen und der Fitnesslevel sollte über dem Durchschnitt liegen. Diese Beschreibungen sind oft schwer einzuschätzen. Wir riskieren es einfach....
Freitag, 27. September 2013
Dive the reef
Als Taucher kann man Cairns nicht verlassen ohne wenigstens einmal am Great Barrier Reef gewesen zu sein. Das größte zusammenhängende Korallenriff der Welt. Auf Bildern sieht es sehr beeindruckend aus. Wir haben gelesen, dass es Probleme am Riff gibt und es immer mehr zerstört wird, was wohl aber weniger an den Tauchern liegt, als an der Erwärmung des Wassers, Landwirtschaft und einem gefräßigen Seestern. Aber auch wenn es nicht mehr so toll sein sollte muss man einfach mal da gewesen sein. Das Tauchen und Schnorcheln am Great Barrier Reef kann man fast schon als eigenen Wirtschaftszweig bezeichnen. Es gibt unzählige Anbieter die Tauchausflüge, Tauchkurse und Schnorchelausflüge anbieten. Die Preise sind bei allen ähnlich und alles ist zeitlich durchorganisiert.
Das Tauchen hier ist so teuer, dass wir uns gegen eine mehrtägige Tour entschneiden. Wir machen einen Tagesausflug mit drei Tauchgängen, was immer noch stolze 520 Dollar für uns beide kostet. Der Zeitplan ist wirklich exakt geplant. Zwischen den ersten beiden Tauchgängen sind nur zwanzig Minuten Pause eingeplant. Man bekommt nur kleine Pressluftflaschen, mit denen man max. 45 min. unter Wasser bleiben kann.
Wir gehen zum ersten Mal auf eigene Faust zu Zweit tauchen. Es gibt heute keine Strömungen und die Tiefe ist auf 18m - 20m begrenzt. Außerdem sind noch einige andere Taucher im Wasser. Vom Boot aus sieht das Riff fantastisch aus. Das Wasser ist blau und türkis und man kann das Riff von oben sehen. Als wir ins Wasser springen sind einige große Fische am Boot. Auch eine große Maroi Wrasse. Ein riesen Teil. Dieser Fisch ist das Highlight des Tages. Er hat ein witziges Aussehen. Eigentlich wie ein normaler Fisch der viel zu groß geraten ist. Wir haben versucht ein Foto zu machen. Die Sicht war nicht so gut, aber man kann ihn einigermaßen erkennen (Siehe Fotos). Außerdem sehen wir noch einen kleinen Rochen mit seinem Kumpel. Sieht aus wie ein Minimanta.
Der Rest der Tauchgänge ist eher unspektakulär. Tatsächlich sind an den Stellen an denen wir tauchen schon einige Korallen abgestorben. Leider bleibt das Boot bei allen drei Tauchgängen am gleichen Teil des Riffes. Wir hätten gerne noch einen besseren Eindruck bekommen. Eventuell können wir weiter südlich nochmal Schnorcheln gehen. Bis dahin freuen wir uns über die Begegnung mit der Maori Wrasse.
Das Tauchen hier ist so teuer, dass wir uns gegen eine mehrtägige Tour entschneiden. Wir machen einen Tagesausflug mit drei Tauchgängen, was immer noch stolze 520 Dollar für uns beide kostet. Der Zeitplan ist wirklich exakt geplant. Zwischen den ersten beiden Tauchgängen sind nur zwanzig Minuten Pause eingeplant. Man bekommt nur kleine Pressluftflaschen, mit denen man max. 45 min. unter Wasser bleiben kann.
Wir gehen zum ersten Mal auf eigene Faust zu Zweit tauchen. Es gibt heute keine Strömungen und die Tiefe ist auf 18m - 20m begrenzt. Außerdem sind noch einige andere Taucher im Wasser. Vom Boot aus sieht das Riff fantastisch aus. Das Wasser ist blau und türkis und man kann das Riff von oben sehen. Als wir ins Wasser springen sind einige große Fische am Boot. Auch eine große Maroi Wrasse. Ein riesen Teil. Dieser Fisch ist das Highlight des Tages. Er hat ein witziges Aussehen. Eigentlich wie ein normaler Fisch der viel zu groß geraten ist. Wir haben versucht ein Foto zu machen. Die Sicht war nicht so gut, aber man kann ihn einigermaßen erkennen (Siehe Fotos). Außerdem sehen wir noch einen kleinen Rochen mit seinem Kumpel. Sieht aus wie ein Minimanta.
Der Rest der Tauchgänge ist eher unspektakulär. Tatsächlich sind an den Stellen an denen wir tauchen schon einige Korallen abgestorben. Leider bleibt das Boot bei allen drei Tauchgängen am gleichen Teil des Riffes. Wir hätten gerne noch einen besseren Eindruck bekommen. Eventuell können wir weiter südlich nochmal Schnorcheln gehen. Bis dahin freuen wir uns über die Begegnung mit der Maori Wrasse.
Donnerstag, 26. September 2013
Beginn unserer Australienreise
AUSTRALIEN! Wahnsinn!
Das hätte ich mir vor allzu langer Zeit auch noch nicht träumen lassen, dass ich so schnell nach Australien komme. Sebastian glaub ich auch nicht. Irgendwie war Australien für einen zwei- oder dreiwöchigen Urlaub immer unerreichbar. Es ist ein bisschen komisches Gefühl am anderen Ende der Welt zu sein. Schwer vorstellbar.
Für Australien haben wir uns Cairns als Ausgangspunkt ausgesucht. Hier im Nordosten ist jetzt schon Frühling (was derzeit zwischen 27°-29° mit viel Sonnenschein bedeutet) und wir können von hieraus sozusagen mit dem Sommer Richtung Süden reisen. In Sydney ist es derzeit noch etwas kälter und unbeständiger. Was mir vorher einfach nicht so bewusst war, wie früh es in den Ländern nahe am Äquator dunkel wird. Hier ist es auch wieder um sechs Uhr dunkel. Das ist wirklich das schöne am Sommer in Deutschland, dass es etwas länger hell ist.
Cairns ist eigentlich ein gemütliches Städtchen. Wenn man aber genauer hinschaut gibt es auch viele Obdachlose und Alkoholiker. Man fühlt sich nicht an jeder Ecke wirklich sicher. Und die Aggressivität im Straßenverkehr hat uns etwas geschockt. Als Fußgänger wurden wir fast überfahren weil wir einen Tick zu langsam die Strasse überquert haben. Als Fahrradfahrer beschimpfte uns eine ältere Frau wild gestikulierend weil wir dreißig Zentimeter zu weit auf ihrem Fahrstreifen fuhren und mit dem Auto (das kann ich bis heute noch nicht glauben weil es so bizarr war) hat uns ein Truck fünf Minuten lang verfolgt, weil er wegen uns etwas kräftiger bremsen musste. In dem Riesentruck (der ungefähr dreimal so groß war wie unser Minimietwagen) saß ein Mann der sich so aufgeregt hat, dass er uns wohl aufs Maul hauen wollte. Er hat sogar sein T-Shirt ausgezogen und mit der Faust gedroht - wie beknackt kann man sein. Zum Glück mussten wir an keiner Ampel halten und nach einer Weile hatte er wohl keine Lust mehr uns zu verfolgen. Im Nachhinein können wir darüber lachen, aber der hatte wirklich einen an der Waffel und wir hätten uns nicht mit ihm prügeln wollen.
Davon abgesehen lässt es sich in Cairns gut leben. Die Stadt ist schön gemacht, mit der Promenade mit Blick aufs Meer, an der es viele Bänke zum Sitzen gibt und viele öffentliche Barbecues an denen die Leute kostenlos grillen. Außerdem ist es der perfekte Ort zum Sport machen. Es gibt sogar einige Plätze mit öffentlichem Fitnessgeräten an denen man trainieren kann. Hier haben wir jetzt auch endlich wieder mit dem Joggen angefangen, weil es nicht mehr so heiß und drückend ist wie in den anderen Ländern. Das scheint irgendwie ein Phänomen der westlichen Welt zu sein, "jeder" treibt Sport. In Thailand, Malaysia und Bali haben wir keinen einzigen Jogger gesehen. Ob das nur am Wetter liegt? Ich bin mir nicht sicher woran es liegt.
Wir versorgen uns selbst und können mit knapp zwanzig Dollar am Tag sehr gesund und abwechslungsreich essen. Was aber nur möglich ist wenn man selber kocht. Leider gibt es in unseren Unterkünften keine Spülmaschinen, aber damit kann man leben. Wir wechseln vom Hostel in eine Ferienwohnung und anschließend in eine Wohnung die man sich mit einigen anderen teilt, was aber nur ca. die Hälfte kostet. Eigentlich wollten wir uns einen Campervan mieten aber nach einigem hin- und herkalkulieren und weil wir gerne flexibel bleiben wollen entscheiden wir uns ein Auto zu kaufen. Wir hätten gerne einen Kombi für ca. 2500 Dollar. Selbst wenn wir das Auto zu Schrott fahren würden wir keinen Verlust machen da Mieten ungefähr das Gleiche kostet.
Also beginnen wir mit der Suche und schnell wird uns klar, dass das wohl nicht so einfach werden wird. Wir fragen bei einem Händler nach einem Kombi in der Preisklasse und bekommen als Antwort ein Lachen und: "Viel Glück. Außer euch gibt es noch knapp tausend andere Backpacker die nach einem Kombi suchen". Sehr ernüchternd. Zwei Wochen, fünf Probefahrten und unzähligen Telefonate und SMSen später, haben wir großes Glück und bekommen endlich einen Holden Commodore Wagon (Siehe Fotos) für 3000 Dollar. Wenn das Auto ohne Probleme läuft, können wir es wahrscheinlich gut wiederverkaufen. Daumendrücken!
Jetzt müssen wir es nur noch registrieren und versichern und dann kann die Rundreise durch Australien am Sonntag endlich losgehen!
Das hätte ich mir vor allzu langer Zeit auch noch nicht träumen lassen, dass ich so schnell nach Australien komme. Sebastian glaub ich auch nicht. Irgendwie war Australien für einen zwei- oder dreiwöchigen Urlaub immer unerreichbar. Es ist ein bisschen komisches Gefühl am anderen Ende der Welt zu sein. Schwer vorstellbar.
Für Australien haben wir uns Cairns als Ausgangspunkt ausgesucht. Hier im Nordosten ist jetzt schon Frühling (was derzeit zwischen 27°-29° mit viel Sonnenschein bedeutet) und wir können von hieraus sozusagen mit dem Sommer Richtung Süden reisen. In Sydney ist es derzeit noch etwas kälter und unbeständiger. Was mir vorher einfach nicht so bewusst war, wie früh es in den Ländern nahe am Äquator dunkel wird. Hier ist es auch wieder um sechs Uhr dunkel. Das ist wirklich das schöne am Sommer in Deutschland, dass es etwas länger hell ist.
Cairns ist eigentlich ein gemütliches Städtchen. Wenn man aber genauer hinschaut gibt es auch viele Obdachlose und Alkoholiker. Man fühlt sich nicht an jeder Ecke wirklich sicher. Und die Aggressivität im Straßenverkehr hat uns etwas geschockt. Als Fußgänger wurden wir fast überfahren weil wir einen Tick zu langsam die Strasse überquert haben. Als Fahrradfahrer beschimpfte uns eine ältere Frau wild gestikulierend weil wir dreißig Zentimeter zu weit auf ihrem Fahrstreifen fuhren und mit dem Auto (das kann ich bis heute noch nicht glauben weil es so bizarr war) hat uns ein Truck fünf Minuten lang verfolgt, weil er wegen uns etwas kräftiger bremsen musste. In dem Riesentruck (der ungefähr dreimal so groß war wie unser Minimietwagen) saß ein Mann der sich so aufgeregt hat, dass er uns wohl aufs Maul hauen wollte. Er hat sogar sein T-Shirt ausgezogen und mit der Faust gedroht - wie beknackt kann man sein. Zum Glück mussten wir an keiner Ampel halten und nach einer Weile hatte er wohl keine Lust mehr uns zu verfolgen. Im Nachhinein können wir darüber lachen, aber der hatte wirklich einen an der Waffel und wir hätten uns nicht mit ihm prügeln wollen.
Davon abgesehen lässt es sich in Cairns gut leben. Die Stadt ist schön gemacht, mit der Promenade mit Blick aufs Meer, an der es viele Bänke zum Sitzen gibt und viele öffentliche Barbecues an denen die Leute kostenlos grillen. Außerdem ist es der perfekte Ort zum Sport machen. Es gibt sogar einige Plätze mit öffentlichem Fitnessgeräten an denen man trainieren kann. Hier haben wir jetzt auch endlich wieder mit dem Joggen angefangen, weil es nicht mehr so heiß und drückend ist wie in den anderen Ländern. Das scheint irgendwie ein Phänomen der westlichen Welt zu sein, "jeder" treibt Sport. In Thailand, Malaysia und Bali haben wir keinen einzigen Jogger gesehen. Ob das nur am Wetter liegt? Ich bin mir nicht sicher woran es liegt.
Wir versorgen uns selbst und können mit knapp zwanzig Dollar am Tag sehr gesund und abwechslungsreich essen. Was aber nur möglich ist wenn man selber kocht. Leider gibt es in unseren Unterkünften keine Spülmaschinen, aber damit kann man leben. Wir wechseln vom Hostel in eine Ferienwohnung und anschließend in eine Wohnung die man sich mit einigen anderen teilt, was aber nur ca. die Hälfte kostet. Eigentlich wollten wir uns einen Campervan mieten aber nach einigem hin- und herkalkulieren und weil wir gerne flexibel bleiben wollen entscheiden wir uns ein Auto zu kaufen. Wir hätten gerne einen Kombi für ca. 2500 Dollar. Selbst wenn wir das Auto zu Schrott fahren würden wir keinen Verlust machen da Mieten ungefähr das Gleiche kostet.
Also beginnen wir mit der Suche und schnell wird uns klar, dass das wohl nicht so einfach werden wird. Wir fragen bei einem Händler nach einem Kombi in der Preisklasse und bekommen als Antwort ein Lachen und: "Viel Glück. Außer euch gibt es noch knapp tausend andere Backpacker die nach einem Kombi suchen". Sehr ernüchternd. Zwei Wochen, fünf Probefahrten und unzähligen Telefonate und SMSen später, haben wir großes Glück und bekommen endlich einen Holden Commodore Wagon (Siehe Fotos) für 3000 Dollar. Wenn das Auto ohne Probleme läuft, können wir es wahrscheinlich gut wiederverkaufen. Daumendrücken!
Jetzt müssen wir es nur noch registrieren und versichern und dann kann die Rundreise durch Australien am Sonntag endlich losgehen!